Zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie wird seit 2005 am 17. Mai begangen. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Zugleich ergeben sich in der Schreibweise Parallelen zwischen dem Datum 17.5. und dem ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, weswegen der 17. Mai in Deutschland bereits vor dem Jahr 1990 im Volksmund spöttisch als „Feiertag der Schwulen“ bezeichnet wurde.

Nach Angaben der Bundesregierung werden Homosexuelle in 37 Staaten durch die dortigen Justizbehörden verfolgt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung vom April 2019 auf eine Große Anfrage der Grünen hervor. In sechs Staaten werden gleichgeschlechtliche Beziehungen sogar mit dem Tod bestraft: in Mauretanien und Saudi-Arabien, im Iran, Sudan, Jemen und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zuletzt hatte auch das asiatische Sultanat Brunei die Todesstrafe für Homosexuelle eingeführt.


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