Zum 28. Mai 1999

Aamit Ageeb starb – laut Autopsie – an einem “lagebedingten Erstickungstod”, nachdem die Politzisten den Gefesselten im Flugzeug heftig nach unten gedrückt hatten, um seinen lautstarken Protest zu ersticken. Nach seinem Tod wurde 2001 am Düsseldorfer Flughafen die europaweit erste Stelle einer Abschiebebeobachtung eingerichtet, in Trägerschaft der evangelischen Kirche, finanziert von der nordrhein-westfälischen Landesregierung. 2006 folgte Frankfurt, 2010 Hamburg – ebenfalls in kirchlicher Trägerschaft, aber auch finanziert von den Kirchen. “Es geht uns in dem Projekt darum, den Menschen, die abgeschoben werden, so nah wie möglich zu sein”, sagt der evangelische Pfarrer Andreas Lipsch, interkultureller Beauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie Sprecher der “Forums Abschiebebeobachtung am Flughafen Frankfurt”, und ergänzt: “Auch wenn man über die jeweilige Entscheidung zur Abschiebung streiten kann, wollen wir doch sicherstellen, dass sie menschenrechtskonform vollzogen wird.” (Quelle: Publik-Forum Nr. 14/2013)


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