Zum 28. Mai 1961

Der Artikel beginnt mit den Worten: Schlagen Sie Ihre Zeitung an irgendeinem beliebigen Tag auf, und Sie werden eine Meldung aus irgendeinem Teil der Welt lesen: Ein Mensch ist eingekerkert, gefoltert, hingerichtet worden, weil seine Ansichten oder religiösen Überzeugungen nicht mit denen der Regierung übereinstimmen. (AI-Gründer Peter Benenson am 28. Mai 1961 im „Observer“)
Benensons berühmter „Appeal for Amnesty“ gilt als „Gründungsdokument“ der Menschenrechtsorganisation.

Amnesty International (AI) ist die weltweit größte Menschenrechtsorganisation mit drei Millionen Mitgliedern und Förderern in 150 Ländern der Erde. Dabei ist AI eine von Regierungen, politischen Parteien, Wirtschaftsinteressen, Ideologien und Religionen unabhängige Bewegung, die sich entschlossen für eine Welt einsetzt, in der die Rechte eines jeden Menschen geachtet werden. AI fördert und verteidigt die fundamentalen Menschenrechte, recherchiert und dokumentiert Verletzungen der Menschenwürde weltweit, klagt Folter und das „Verschwindenlassen“ von Menschen an, kämpft gegen die Todesstrafe und setzt sich besonders für politische Gefangene ein. Die Institution ist rein privat finanziert und akzeptiert keinerlei Regierungshilfe – ihr Renommee ist weltweit anerkannt und wird von etlichen Regierungen gefürchtet. Im Jahr 1977 ist AI mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. In Deutschland gibt es über 600 Gruppen, die gemeinsam die Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. bilden.

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