Zum 24. Februar 1208

Franziskus hört in der Portiuncula-Kirche das Evangelium von der Aussendung der Jünger aus dem 10. Kapitel des Matthäusevangeliums. „Nach der Messe ließ er sich von dem Priester die Stelle ausführlich erläutern. Wenn wir Thomas von Celano glauben dürfen, hat der Priester auch die Parallelen aus den anderen Evangelien (Mk 6,7-12; Lk 9,1-6; 10,1-16) herangezogen, um zu verdeutlichen, was die Jünger Jesu alles nicht besitzen dürfen: kein Gold, Silber, Geld, keine Geldbörse, keinen Reisebeutel, kein Brot, keinen Stab, keine Schuhe und keine zwei Leibröcke; sondern sie sollten nur das Reich Gottes und die Buße predigen. Als Franziskus das hörte, freute er sich und sagte: »Das ist es, was ich will, das ist es, was ich such, das begehre ich von ganzem Herzen zu tun«. Die »Drei Gefährten« geben eine einfachere Formulierung des Ausspruches: »Das ist es, was ich mit allen Kräften zu erfüllen trachte.«“ (Helmut Feld, Franz von Assisi und seine Bewegung, Darmstadt 1994, S. 141f.)


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