Zum 2. August 1919

„Nun muss das Schlüsselwort Blumhardts fallen, das sein Lebensmotiv war und sein gesamtes Denken beherrscht hat: Reich Gottes. Es ist in seiner Botschaft die alles entscheidende Mitte.“ (Worte des evangelischen Pfarrers und Landtagsabgeordneten Christoph Blumhardt. Mitgeteilt von Johannes Harder, Jugenddienst-Verlag, Wuppertal 1972, 14, Hervorhebung im Original)

Bis heute findet an jedem „runden“ Todestag auf dem historischen Friedhof von Bad Boll, wo der im benachbarten Jebenhausen gestorbene Christoph Friedrich Blumhardt bestattet worden ist, eine Feier mit SPD-Prominenz statt.

Christoph Blumhardt sagte: „Die Natur ist Gottes Schoß. Aus der Erde wird Gott uns wieder entgegenkommen.“ Dieses rätselvolle Wort ist aus seinem Gemeinschaftsgefühl mit der Natur heraus zu verstehen. „Die Welt ist eine Schöpfung Gottes voller Leben; in dieser Schöpfung Gottes lebt alles, selbst die Steine leben. Es ist nichts Totes, alles wächst, alles entwickelt sich; und in allem sind Lebenskräfte Gottes, die sich millionenfach bekunden dürfen, unsichtbar und doch fühlbar.“ (Walter Nigg, Rebellen eigener Art. Eine Blumhardt-Deutung, Quell Verlag, Stuttgart 1988, S. 168)

Zitat:

Es fängt das Reich Gottes irdisch an, und in Irdisches legt Gott seine Kraft, wie er ja die ganze Erde durchzieht mit seiner Lebenskraft. In der Erde ist etwas Lebendiges von Gott, im Wasser, in der Luft ist etwas, und ganz in diesem Lebendigen der Erde, ganz tief drunten fängt das Reich Gottes an. Wahrlich, ich sage euch: wenn es bei uns nicht ganz tief im täglichen Leben anfängt, (…) dann geht es nicht in die Höhe.

Literatur:

 

Informationen zur Blumhardt-Sozietät finden Sie hier.


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