Zum 19. März 1837

Als der evangelische Pfarrer und Pietist Christian Adam Dann auf einem Spaziergang an einem Tümpel in Mössingen bei Tübingen einen von Gewehrkugeln durchlöcherten Storch fand, der auf der Kirche seinen Nistplatz gehabt hatte, war er so empört, dass er die Streitschrift „Bitte der armen Thiere, der unvernünftigen Geschöpfe, an ihre vernünftigen Mitgeschöpfe und Herrn, die Menschen“ verfasste und so zu einem Vater der Tierschutzbewegung in Deutschland wurde.

Seine Schriften gaben den Anstoß zur Gründung des ersten deutschen Tierschutzvereins im Winter 1837/38 in Stuttgart. Danns Kollege Albert Knapp, ebenfalls Pfarrer und pietistischer Liedermacher, hatte Danns zuletzt noch einmal auf dem Sterbebett geäußerte Idee umgesetzt. Nach der Gründung des Stuttgarter Vereins verbreitete er umgehend einen deutschlandweiten Aufruf zur Gründung weiterer Tierschutzorganisationen. Tübingen und Langenburg folgten noch im selben Jahr, 1839 Karlsruhe, Nürnberg und Dresden, und ab 1841 gab es auch in Frankfurt am Main und Berlin Vereine, die einen neuen Umgang mit den Tieren forderten.


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