Zum 18. April 1906

Vier Jahre lang hatte sich die Jury geweigert, eine Frau auszuzeichnen. Bertha von Suttner hatte Alfred Nobel, den Erfinder des Dynamits, dazu gebracht, den Nobel-Preis zu stiften „für denjenigen oder diejenige, welcher oder welche am besten für die Verbrüderung der Menschheit, die Herabminderung der Heere und die Förderung von Friedenskongressen gewirkt hat“. Die Floskel „derjenige oder diejenige“ war ungewöhnlich, denn Frauen kamen für solche Auszeichnungen gar nicht in Betracht. Nobel dachte an eine bestimmte Frau – Bertha von Suttner –, die er verehrte, mit der er lange Jahre über die Vision eines Weltfriedens gesprochen hatte und deren Anliegen er mit diesem Preis fördern wollte.

100 Jahre später, am 18. April 2006, vergibt die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsgegnerInnen (DFG-VK) erstmals den Bertha-von-Suttner-Kunst- & Medienpreis.


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