Zum 14. April 1917

Schon als Schüler träumte Ludwik Lejzer Zamenhof von einer einfachen Sprache, die die ganze Menschheitsfamilie leicht neben ihrer jeweiligen Muttersprache erlernen und durch sie miteinander versöhnt werden könnte.

Ohne größeren Widerhall blieb Zamenhofs übergeordnete Idee, für die die Sprache Esperanto eigentlich nur ein Vehikel sein sollte: das Ideal einer allgemeinen, quasi neutralen Weltanschauung. Sein Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelter „Homaranismo“ (Menschheitslehre) sah vor, dass alle Menschen gemeinsam an ein höheres Wesen glauben und ansonsten ihre religiösen Überzeugungen und Bräuche beibehalten sollten: eine in allem gleichberechtigte Menschheitsfamilie.


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