Zum 11. April 2019

Vier Monate lang demonstrierten sie. Erst waren es Hunderte, dann Tausende, schließlich Millionen. Ihre Anführer wurden verprügelt, verhaftet, gefoltert, mehr als 50 starben. Doch ab sofort wird mit dem Sudan nicht mehr nur Bürgerkrieg und Völkermord assoziiert, sondern auch ein Land, deren Bevölkerung sich von einem Diktator befreite.

Vier Monate nach dem Sturz des sudanesischen Machthabers Omar al-Baschir haben sich Vertreter des Militärs und der Opposition auf einen Weg hin zu einer Übergangsregierung geeinigt. Bei einer Zeremonie in der Hauptstadt Khartum unterzeichneten der Vertreter des regierenden Militärrats und der Vertreter der Zivilgesellschaft am 17. August 2019 ein Abkommen zur Aufteilung der Macht. Gemäß dem Abkommen soll nun ein Rat aus Militärangehörigen und Zivilisten gebildet werden. Dieser soll drei Jahre und drei Monate an der Macht bleiben.


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