Brackwasser

Unter Brackwasser versteht man See- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von 0,1 bis 1 Prozent. Das Wort Brackwasser leitet sich vom niederdeutschen Wort Brack ab und bezeichnet einen durch einen Deichbruch entstandenen See.

Im Bereich von Flussmündungen im Meer entsteht durch die Durchmischung des süßen Flusswassers mit dem salzigen Meerwasser die so genannte Brackwasserzone. Diese Gezeitenzone zeichnet sich durch einen permanent wechselnden Salzgehalt aus und stellt somit an die dort lebenden Organismen stark erhöhte Anforderungen an die Regulation ihres Wasser- und Salzhaushaltes. Hier treffen sich – je nach Salzgehalt – süßwassertolerante Arten aus dem Meer und salzwassertolerante Arten aus dem Süßwasser. Die Brackwasserzonen werden im Allgemeinen von nur wenigen hoch spezialisierten Arten, dafür aber in einer hohen Populationsdichte besiedelt. In diesem Ökosystem herrscht also eine hohe Individuendichte bei einer relativen Artenarmut. Brackwasserbeheimatete oder -angepasste Tiere sind beispielsweise Flunder, Hecht, Zander, Stint, Garnelen und die Miesmuschel. Auch der Hecht muss während seiner Wanderjahre durch Brackwasserzonen ziehen.


RSS