1. Kalenderwoche (30. Dezember 2019 – 5. Januar 2020)

 

 Heimatplanet Erde
Boden Eisberg Wurzeln  Wale  Grizzlybär  Wunderwerk Mensch

 

 

Montag

Heimatplanet Erde

 

  • …wie eine „leuchtende Oase in der unendlichen Weite des Alls“;
  • …wie ein „Edelstein auf schwarzem Samt“;
  • …wie eine „in der Schwärze des Weltraums aufgehängte Christbaumkugel“.

„Wir Astronauten sind fast alle wortkarg, besonders während des Fluges. Gewöhnlich reichen uns fünf bis sieben Sekunden, um alles zu sagen, was nötig ist. Aber vor einiger Zeit musste ich dienstlich die Aufzeichnungen vieler Gespräche, die Raumschiffbesatzungen mit der Erde führten, abhören. Ich gebe zu, dass ich überrascht war. Alle Kosmonauten – sowohl nüchterne, zurückhaltende Ingenieure wie mehr emotionale Flieger – stoßen in den ersten Sekunden nach Eintritt des Schiffs in die Umlaufbahn ausnahmslos alle so ziemlich die gleichen, fast ungehörigen Ausrufe des Entzückens aus.
Jeder, der einmal die Erde aus dem Kosmos gesehen hat, weiß, dass sich dieses Schauspiel mit nichts vergleichen lässt… Dieser Moment der emotionalen Erschütterung tritt bei allen auf; und jeder drückt ihn auf seine eigene Weise aus. Alle erleben ihn, weil wir alle Menschen sind. Aber bei jedem ist er anders. Weil wir Menschen alle verschieden sind.“ (Oleg Makarow in: Der Heimatplanet, herausgegeben von Kevin W. Kelley im Auftrag der Association of Space Explorers. Deutsch von Winfried Petri. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main, 1993, 28. Auflage)

In der Raumfahrt spricht vom vom „Overview-Effekt“, wenn Astronauten begeistert von ihrem ersten Blick aus dem All auf den Planeten Erde erzählen.

 

Dienstag

Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden

 

Boden ist die oberste Schicht der Erdkruste. Wissenschaftlich als Pedosphäre bezeichnet, umfasst sie die wenigen Zentimeter bis einige Meter zwischen dem darunter liegenden Gestein (der Litosphäre) und der Atmosphäre darüber. Als ein Gemenge von mineralischen Bestandteilen, Humus, Luft und Wasser beherbergt der Boden unzählige Lebewesen: Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien. Eine Handvoll humusreicher Walderde enthält mehr Organismen, als es Menschen auf der Erde gibt. Regenwürmer tummeln sich dort, Fadenwürmer, Springschwänze, Käfer, Mückenlarven, Bakterien, Einzeller und Pilze. All diese Bodentiere leben in einer großen Gemeinschaft, in der jeder Art eine Aufgabe zukommt – die wiederum wichtig für die anderen Bewohner ist. So sorgen etwa Regenwürmer, die sich durch den Boden fressen und graben, für Durchmischung und Lockerung – wichtig für die Durchlüftung des Bodens, dessen Fähigkeit, Wasser zu speichern und dessen biologische Vielfalt. Andere Tiere wie Käfer oder Insektenlarven helfen Bakterien und Pilzen durch das Zerbeißen von Laub, Ästen oder toten Tieren beim Zersetzen von organischer Substanz. Ohne diese Prozesse wäre Pflanzenwachstum nicht möglich.

Nicht zuletzt lebt direkt oder indirekt der Mensch von Pflanzen und pflanzlichen Produkten. Der Boden versorgt die Wurzeln mit Nährstoffen, Luft und Wasser und gewährt ihnen die Möglichkeit zur Verankerung. Boden ist somit buchstäblich die Grund-Lage allen Lebens.

Der Forschungsverbund „Deep Life“, dem mehr als 300 Forscher aus 34 Länder angehören, widmet sich seit vielen Jahren der Erforschung des Lebens tief im Boden. Die Forscher schätzen, dass der besiedelte Bereich unter der Erdoberfläche rund zwei bis 2,3 Milliarden Kubikkilometer groß ist. Das ist fast das doppelte Volumen, das alle Ozeane zusammen erreichen.

Anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember wird seit 2005 in Deutschland der „Boden des Jahres“ ausgerufen. Der Boden des Jahres 2020 ist: Der Wattboden.

 

Mittwoch

Eisberge

 

Im Allgemeinen sind Eisberge weiß. Die weiße Farbe wird durch die Reflexion des Lichtes an der im Eis eingeschlossenen Luft hervorgerufen. Oft sind sie von blauen Adern mit klarem Eis durchzogen. Dieses Eis ist Schmelzwasser, das in Gletscherspalten eingedrungen ist und später wieder gefror. Gelegentlich treten auch blaue und grüne Eisberge auf. Die Ursache dieser Färbung ist noch unbekannt. Wenn sich die Sonnenstrahlen in den Eisbergen brechen, schimmern sie in verschiedenen Farben. Grandios. Ein Eisberg ist ein Juwel.

Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung haben in der Antarktis einen musikalischen Eisberg entdeckt. Mit einer Frequenz von 0,5 Hertz seien die Töne zwar für Menschen zunächst nicht hörbar. Schneller abgespielt, klängen sie jedoch wie ein Bienenschwarm oder ein sich warm spielendes Orchester, berichteten die Forscher. „Das Wasser drängt mit großem Druck durch seine Gletscherspalten und Tunnel, und der Eisberg beginnt zu singen“, sagte die Wissenschaftlerin Vera Schlindwein.

In der Antarktis kündigte sich zu Beginn des Jahres 2017 ein beeindruckendes Naturschauspiel an: die Geburt eines der größten Eisberge der Welt. Mit einer Fläche von etwa 5000 Quadratkilometern wäre er doppelt so groß wie das Saarland bzw. eineinhalbmal so groß wie Mallorca. „Ich wäre erstaunt, wenn er nicht in den nächsten Monaten abbricht“, zitierte die britische Swansea-Universität Anfang Januar 2017 den Forscher Adrian Luckman. Luckman leitet das Midas-Projekt, das auch Satelliten-Bilder aus dieser antarktischen Region auswertet. Im Juli 2017 löste sich der Eisberg vom Larsen-Schelfeis an der Ostküste der Antarktischen Halbinsel. Mittlerweile (Juli 2020) befindet er sich 1050 Kilometer von dieser Stelle entfernt in der Nähe der Südlichen Orkneyinseln. Ursprünglich war er doppelt so groß wie Luxemburg und damit einer der größten bekannten Eisberge der Geschichte.

 

Donnerstag

Wurzeln

 

Wurzeln erfüllen eine doppelte Aufgabe: Sie verankern den Baum im Boden und versorgen ihn mit Wasser. Sie sind mit einem geheimnisvollen System von Filamenten (Zellfasern) verbunden, die gigantische unterirdische Systeme bilden. Diese Fasern gehen von Pilzen aus, den ebenso diskreten wie wichtigen Teilnehmern am Leben des Walds. Mit ihnen docken sie an die Baumwurzeln an und verbinden so die Bäume untereinander.

Aus: Francis Hallé und Luc Jacquet, Das Geheimnis der Bäume. Nach dem Film von Luc Jacquet. Aus dem Französischen von Edmund Jacoby, Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin 2013, S. 24

 

Freitag

Wale – Könige der Meere

 

Wale, zu denen auch die einst heiligen Delphine und Tümmler gehören, sind uns, was ihre Intelligenz, ihr Welt- und Sozialverhalten, ihre Gesangskunst angeht, in fast allem überlegen. Mit Schallimpulsen orientieren sie sich unter Wasser und kommunizieren mit ihren Artgenossen.

Belugawale sind majestätische und mystische Wesen. Sie sind makellos weiß, haben große Augen und scheinen stets zu lächeln, wenn sie in die Tiefe tauchen. Sie gleiten elegant durch die Wellen und schwimmen dabei oftmals in Gruppen nahe der Wasseroberfläche. In der Flussmündung des Sankt-Lorenz-Stroms in Kanada lebt die einzige sesshafte Beluga-Population der Welt – und die gilt als vom Aussterben bedroht.

Der Blauwal ist das größte und schwerste bekannte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat. Er wird bis zu 33 Metern lang und 200 Tonnen schwer. Der Blauwal-Bestand rund um Südgeorgien, einer östlich von Argentinien gelegenen Insel im Südatlantik, war mit rund 240.000 Exemplaren bis zum Start des kommerziellen Walfangs dort Anfang des 20. Jahrhundert der größte weltweit. Jetzt hat sich der Bestand aber offenbar stark erholt.

Buckelwale sind berühmt für ihre wundervollen Gesänge. Sie singen so ausdauernd und vielfältig wie keine andere Walart. Die Melodien sind erkennbar aufgebaut und werden exakt wiederholt, sodass sie durchaus mit menschlichen Liedern vergleichbar sind. Beide Voyager-Sonden, seit 1977 und inzwischen im interstellaren Raum außerhalb unseres Sonnensystems unterwegs, haben eine Zeitkapsel in Form einer vergoldeten Schallplatte an Bord; Außerirdische würden darauf unter anderem den Gesang von Buckelwalen finden. Die Tiere leben oft in Küstennähe und werden bis zu 15 Meter lang, einzelne Exemplare werden sogar noch größer. Sie sind zwischen 25 und 40 Tonnen schwer und werden rund 50 Jahre alt. Die Meeressäuger ernähren sich von kleinen Schwarmfischen, auf der Südhalbkugel auch von Krill. Sie fressen davon bis zu 1,4 Tonnen am Tag. – Neun der insgesamt 14 Buckelwal-Populationen sind nach Erkenntnissen der US-Umweltbehörde NOAA nicht mehr vom Aussterben bedroht. Im Pazifik, vor Westafrika, nahe Grönland sowie der Arabischen Halbinsel gebe es jedoch noch vier vom Aussterben bedrohte und eine gefährdete Population, teilte die NOAA im September 2016 mit.

Belugawale oder Weißwale leben in arktischen und subarktischen Gewässern. In Europa findet man sie nur an der nördlichsten Spitze Norwegens. Wie die nahe verwandten Narwale besitzen sie keine Rückenfinne; auffällig ist ihre bläulich-weiße bis cremeweiße Färbung. Belugawale sind keine Einzelgänger. Meist werden etwa zehn Tiere zusammen gesichtet, doch auch große Gruppen von bis zu hundert Tieren wurden schon beobachtet. Während der Paarungszeit kommen teilweise mehr als tausend Tiere auf der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin zusammen. Die wendigen Weißwale sind äußerst musikalisch: Wegen ihres großen Klangrepertoires werden sie bisweilen „Kanarienvögel der Meere“ genannt. Die Form der charakteristischen Beule am Kopf verändern die Tiere gezielt – und damit auch die Tonhöhe ihrer Kommunikation. Die Wale singen, um sich miteinander zu verständigen, etwa um sich gegenseitig vor Gefahren zu warnen. Auch ihr Gehör ist phänomenal. Mithilfe von Echoortung jagen Belugawale ihre Beute in den Tiefen der Meere. Belugas können den Kopf drehen und sogar nicken. Nur wenige andere Delfin- und Walarten sind dazu in der Lage. Beljugawale können bis zu 70 Jahre alt werden – vorausgesetzt, sie leben nicht in Gefangenschaft. Viele von ihnen werden in Freizeitparks oder Aquarien eingesperrt und trainiert, um vor Publikum Tricks vorzuführen. Auf dieses Leid der Belugawale macht die Arte-Doku „Zum Leiden verdammt – Das Geschäft mit den Belugawalen“ aufmerksam.

Finnwale sind nach Blauwalen die zweitgrößten Säugetiere der Erde. Sie sind bis zu 24 Meter lang und bis zu 50 Tonnen schwer und können in mehr als 500 Meter Tiefe tauchen, um Krill, kleine Fische und Tintenfische zu fressen. Alle zehn bis 15 Minuten kommen sie zum Luftholen an die Oberfläche.

Der Grönlandwal wird bis zu 20 Meter lang und erreicht ein Gewicht von 100 Tonnen. Mit über 200 Jahren wird er älter als alle anderen Säugetiere.

Der Narwal ist ein einmaliges Wesen. Er lebt in den arktischen Gewässern vor Kanada, Grönland und Russland, und nur wenige Menschen bekommen ihn je zu Gesicht. Tun sie es doch, ist es ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Denn viele männliche Narwale besitzen einen bis zu drei Meter langen Stoßzahn, der beim Auftauchen weit aus dem Wasser ragt. Es handelt sich dabei um einen (meist den linken) Eckzahn des Oberkiefers, der schraubenförmig gegen den Uhrzeigersinn gewunden die Oberlippe durchbricht und bis zu drei Meter lang und acht bis zehn Kilogramm schwer werden kann. „Einhorn der Meere“ werden die seltenen Tiere daher auch genannt. Sie verbringen einen Großteil ihres Lebens unter dem Eis, sodass bis heute über ihre Lebensweise nur wenig bekannt ist.

Der Orca oder Schwertwal ist weltweit verbreitet, bewohnt jedoch bevorzugt küstennahe Gewässer in höheren Breiten. Schwertwalbullen werden bis zu 9,8 Meter lang. Das größte dokumentierte Gewicht wurde mit 6,6 Tonnen bei einem 7,65 Meter langen Bullen festgestellt.

Pottwale sind mit bis zu 20 Metern Körperlänge und 60 Tonnen Gewicht die größten Raubtiere der Erde. Sie können in Tiefen von bis zu 2000 Metern tauchen, um nach ihrer Leibspeise, den Tiefseekalmaren, zu suchen. Damit gelten sie als die Meeressäuger, die am tiefsten tauchen können. Pottwale sowie Finnwale sind auch im Mittelmeer zu Hause. Bevor Pottwale im 19. Jahrhundert wegen ihres Fetts gejagt wurden, das zu Lampenöl verarbeitet wurde, gab es nach Expertenschätzung bis zu drei Millionen Pottwale; heute existieren laut WWF schätzungsweise noch 200.000 bis 1,5 Millionen Individuen.

Den Schweinswal kommt nur auf der Nordhalbkugel der Erde vor und ist auch im Wattenmeer heimisch. Im Sommer bringt unser einziger heimischer Wal und einer der kleinsten weltweit vor den Stränden der Nord- und Ostsee seinen Nachwuchs zur Welt. Nach Angaben der Umweltorganisation WWF leben in der mittleren und östlichen Ostsee wahrscheinlich nur noch rund 400 Tiere.
Wie aus der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke hervorgeht, sind an der deutschen Ostseeküste im Jahr 2019 mindestens 180 tote Schweinswale gefunden worden. Für die Tiere gibt es keine wirksamen Meeresschutzgebiete in Deutschland, obwohl der Schweinswal vom Aussterben bedroht ist. Die Zahl der toten Schweinswale in der Ostsee war 2019 die dritthöchste nach 2016 (221) und 2018 (203).

Die mit 1,50 Metern kleinste Walart der Welt, der Kalifornische Schweinswal, auch Vaquita oder Golftümmler genannt, der nur ein 2235 Quadratkilometer großes Gebiet im Nordwesten des Golfs von Kalifornien vor Mexiko bewohnt, steht offenbar kurz vor dem Aussterben. Am 13. Mai 2016 teilte die mexikanische Regierung mit, eine Zählung zusammen mit dem Wissenschaftlernetzwerk CIRVA von September bis Dezember 2015 habe ergeben, dass es nur noch rund 60 Exemplare der Meeressäuger gebe. Zuletzt ging die Population auf nur noch 20 bis 28 Exemplare zurück.

Der Atlantische Nordkaper, einer der majestätischen Großwale, ist vom Aussterben bedroht. Es wird vermutet, dass einst 100.000 dieser 13 bis 16 Meter, maximal bis zu 18 Meter großen und zwischen 40 und 780 Tonnen schweren Meeressäuger im Atlantik lebten. Inzwischen sind es nur noch 400 bis 500 Tiere. Der Nordkaper gilt heute als die einzige Walart, die sich nach der Beendigung des Walfangs nicht erholt hat.

Am 1. Januar 1986 trat das Walfang-Moratorium gegen kommerziellen Walfang in Kraft: Die Quoten für kommerziellen Walfang für alle Walarten und Jagdgebiete wurden auf Null gesetzt. Jahrzehntelang hatte der Walfang fast zur Ausrottung dieser Meeressäuger geführt. Von den einst 150.000 im Pazifik, Indischen Ozean und Nordatlantik verbreiteten Walen sind allenfalls 28.000 übriggeblieben. Im gesamten 20. Jahrhundert wurden circa drei Millionen Wale getötet. Den Blauwal hatte der industrielle Walfang des vergangenen Jahrhunderts beinahe ausgerottet. Seit 1948 wird der Walfang durch das Internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfangs geregelt. Es werden unter anderem Fangquoten festgesetzt.

 

Samstag

Grizzlybär

 

Grizzlybären sind ein Symbol der nordamerikanischen Wildnis. Lange Zeit bedroht, erholen sich nun die Bestände. Insgesamt tummeln sich in den nordamerikanischen Wäldern wieder etwa 2000 Grizzlys, schätzen staatliche Tierschützer. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Grizzlybären umfasste weite Teile des westlichen und mittleren Nordamerika. Mit der großflächigen Besiedlung des Landes durch die Europäer ging dann ein drastischer Rückgang der Bestandszahlen und des Verbreitungsgebietes einher. Um 1950 waren 98 Prozent der vor dem großen Siedlungszug gen Westen dort lebenden etwa 50.000 Grizzlybären ausgerottet. Als wichtiges Rückzugsgebiet erwies sich der 1872 gegründete Yellowstone-Nationalpark.

Der Grizzlybär ist eine in Nordamerika lebende Unterart des Braunbären. Ging man in früherer Zeit noch von zahlreichen verschiedenen Unterarten auf diesem Kontinent aus, so werden heute in der Regel alle dort lebenden Braunbären mit Ausnahme der Kodiakbären als Grizzlybär bezeichnet. In freier Wildbahn können Grizzlys ein Alter von bis zu 30 Jahren erreichen.

 

Sonntag

Wunderwerk Mensch

 

Wahrnehmen, denken, bewegen, koordinieren, Wunden heilen und vieles mehr: All das leistet unser Körper tagtäglich. Ein hochkomplexes System, das sich im Laufe von Milliarden von Jahren aus Einzellern entwickelt hat. Dabei ist dieses Konstruktionswunder aus Knochen, Muskeln, Haut und Nerven für ein Leben in Bewegung regelrecht geschaffen. Allein das Knie, unser am stärksten belastetes Gelenk, ist mit seiner Variationsbreite an Dreh- und Streckbewegungen ein bautechnisches Meisterwerk. Auch Muskeln können weit mehr als bloß in Bewegung bringen; und dass diese vor allem Nervensache ist, zeigt sich nicht erst bei akrobatischen Höchstleistungen, sondern schon im alltäglichen Laufen, Kicken – und Greifen. Erst im einzigartigen Wechselspiel mit dem Gehirn wird unsere Hand zu dem, was sie ist: ein Superwerkzeug des Geistes – was uns oft erst dann bewusst wird, wenn das scheinbar Selbstverständliche plötzlich fehlt.

Aus der Ankündigung der Sendung wissen aktuell: Wunderwerk Mensch auf 3sat.

Allein die Hände sind ein Wunder der Anatomie. Sie sind das universellste Werkzeug, das die Natur erschaffen hat. Sie bestehen aus zahlreichen Muskeln und Sehnen, 27 Knochen, drei Nerven und zigtausenden empfindlichen Fühlzellen.

 


RSS