Facetten der Schönheit der Welt. 14. KW – Samstag: Elefanten

 

Elefanten kooperieren miteinander, wenn sie ein gemeinsames Ziel verfolgen: Sie können lernen, mit einem Artgenossen zusammenzuarbeiten, wenn sie mit einer Aufgabe konfrontiert sind, die sich nur mit Hilfe eines anderen lösen lässt. Dabei warten sie auch auf den Partner, wenn der erst etwas verspätet zu Hilfe eilt. Wenn sie dagegen merken, dass die Unterstützung auch nicht weiter helfen würde, versuchen die Tiere erst gar nicht, das Problem in Angriff zu nehmen. Das konnte ein US-amerikanisch-thailändisches Forscherteam in einer Studie mit Asiatischen Elefanten zeigen. Die Wissenschaftler betonen, dass das kooperative Verhalten der Elefanten mit dem von Schimpansen vergleichbar sei und ein weiteres Indiz dafür ist, dass die sanften Riesen zu den intelligentesten Tieren überhaupt gehören.

Asiatische Elefanten können ihren Rüssel als Gebläse einsetzen, um Nahrung in Reichweite zu holen. Es handele sich dabei um ein gezieltes Verhalten, über das vermutlich ausschließlich Elefanten verfügen, schreiben japanische Forscher im Fachjournal Animal Cognition. Zwar sei bekannt, dass die Dickhäuter mitunter Stöcke oder Wasser nutzten, um an Nahrung zu kommen – der Einsatz von Luft durch den Rüssel sei aber bislang nicht nachgewiesen worden. Die Tiere konnten der Studie zufolge die Stärke des Blasens regulieren. Sie bliesen umso länger, je weiter die Nahrung entfernt war. Dieses zielgerichtete Handeln hätten die Tiere sogar „feinregulieren“ können, um die Blätter möglichst bequem zu fressen. – Die größte Population an wilden Elefanten in Indien, etwa 5600 Tiere, lebt in Assam. In Thailand sind Elefanten das Nationaltier und leben in einigen Regionen frei. Durch Abholzung von Wäldern und Wilderei sank ihre Zahl seit 1850 von 100.000 auf derzeit (2019) noch etwa 2700. Laos hieß früher Lane Xang, das „Land der Millionen Elefanten“. Heute existieren in dem Land nur noch knapp 400 wildlebende Elefanten. Der Sumatra-Elefant ist eine der drei derzeit anerkannten Unterarten des Asiatischen Elefanten. Er ist endemisch auf der indonesischen Insel Sumatra beheimatet und wird auf der Roten Liste der IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft. Nach Angaben der Tierschutzorganisation WWF gibt es inzwischen weniger als 3000 Individuen.

Afrikanische Elefanten sind die größten derzeit lebenden Landsäugetiere. Sie sind das Symbol für charismatische Großtiere und erfüllen wichtige Funktionen für die Ökosysteme von Savannen und Wäldern. Afrikanische Elefanten können etwa 70 Jahre alt werden. Geführt werden die Herden, die aus etwa zehn Weibchen und deren Nachwuchs bestehen, von eine älteren, erfahrenen Leitkuh. Sie kennt die Wege zu Wasserstellen oder guten Futterplätzen und schlichtet Streit. Männliche Elefanten ziehen meist getrennt von den Herden umher. Vor der Ankunft der Europäer vor gut 150 Jahren gab es in Afrika mehr als 20 Millionen Elefanten, heute sind es weniger als 500.000. Der erste, von 2014 bis 2016 durchgeführte fast afrikaweite Elefanten-Zensus hat gezeigt, dass statt der geschätzten 400.000 bis 600.000 Tiere nur noch gut 350.000 Afrikanische Elefanten in 18 Staaten des Kontinents leben. Grund für den dramatischen Rückgang – allein zwischen 2007 und 2014 um fast ein Drittel – ist vor allem Wilderei. Alle 15 Minuten wird laut International Fund for Animal Welfare (IFAW) ein Elefant wegen seines Elfenbeins getötet – 27.000 in einem Jahr. Der WWF schätzt, dass jährlich in Afrika an die 50.000 der insgesamt etwa 500.000 Elefanten, des Afrikanischen Elefanten und des kleineren Waldelefanten, illegal getötet werden. Allerdings geht die Elefanten-Wilderei seit 2017 deutlich zurück, berichtet ein internationales Forscherteam von der Universität Freiburg im Fachblatt Nature Communications. Hauptgrund sei die gesunkene Nachfrage nach Elfenbein in Asien. Mit geschätzt 140.000 Tieren lebt fast ein Drittel aller afrikanischen Elefanten in Botswana.

 

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