Juni

 

Die Jahreszahlen von Ereignissen, die sich in diesem oder im vergangenen Jahr, vor fünf, vor zehn, vor 20, vor 25 Jahren oder einem Vielfachen davon, vor 30, vor 35, vor 40, vor 60, vor 65 oder vor 70 Jahren zugetragen haben, sind rot markiert, bei Personen der 50., 60., 65., 70., 75. etc. Geburtstag. Wenn Sie die grün (bzw. rot) markierten Jahreszahlen und die grün markierten Begriffe anklicken, finden Sie in den meisten Fällen nähere Erläuterungen.

 

1

1906: Finnland führt durch eine Landtagsverordnung das Frauenwahlrecht ein und ist damit das erste Land in Europa, in dem Frauen wählen durften, und nach Neuseeland und Australien der dritte Staat weltweit. – 1. bis 4. Juni 1958: 1. Christliche Friedenskonferenz in Prag. – 1964: Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) durch den ersten Palästinensischen Nationalrat in Jerusalem mit dem Ziel der Befreiung Palästinas. – 1972: Im Juni erscheint mit dem „DRAUSSENSEITER. Das Kölner Straßenmagazin“ die erste Straßenzeitung in Deutschland. – 1982: Die Berner Konvention, amtlich: Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, tritt in Kraft. – 1988: Die INF-Verträge (Intermediate Range Nuclear Forces; nukleare Mittelstreckensysteme) über die Vernichtung aller Raketen mit mittlerer und kürzerer Reichweite (500 bis 5500 Kilometer) und deren Produktionsverbot treten in Kraft. – 1. bis 4. Juni 2004: Weltkonferenz für Erneuerbare Energien in Bonn („renewables 2004“). – 1. Juni: Weltelterntag. – 1. Juni: Internationaler Kindertag.

2

1967: Bei einer Demonstration gegen Reza Pahlewi, seinerzeit Schah von Persien, wird der 26-jährige Student Benno Ohnesorg aus nächster Nähe hinterrücks erschossen, während er von drei anderen Beamten festgehalten wird; sein Tod wird zum Katalysator studentischen Aufbegehrens, er verändert das Land, mit ihm beginnt „1968“ (die Studentenbewegung endet im Oktober 1969 mit dem Beginn der sozialliberalen Koalition). – 1981: 250 Demonstranten blockieren die US-Kommandozentrale im rheinland-pfälzischen Kindsbach (erste Blockade einer militärischen Nukleareinrichtung in der deutschen Geschichte).

3

1963: Johannes XXIII. („Konzilspapst“) +. – 1974: Klara Marie Faßbinder (bedeutende Aktivistin der deutschen Frauen- und Friedensbewegung) +. – 1990: Gründung von Kairos Europa in Monteforte (Italien). – 3. bis 14. Juni 1992: Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference on Environment and Development, UNCED) in Rio de Janeiro (Brasilien); häufig auch als Erdgipfel oder Rio-Konferenz bezeichnet.1998: Gründung des globalisierungskritischen Netzwerks Attac (Association pour une taxation des transactions financières pour l’aide aux citoyens, Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen zum Wohl der Bürger) in Paris (Slogan: „Eine andere Welt ist möglich.“). – 2017: „Anti-Mauer-Konzert“ der Dresdner Sinfoniker an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. – 3. Juni: Welttag des Fahrrads / Europäischer Tag des Fahrrads.

4

4. bis 6. Juni 1844: Schlesischer Weberaufstand. – 1937: Pablo Picasso vollendet „Guernica“, das Antikriegsbild des 20. Jahrhunderts. – 1970: Der Inselstaat Tonga im Südpazifik wird unabhängig, bleibt aber Mitglied des britischen Commonwealth. – 1978: Einführung des Blauen Engels, des berühmtesten Umweltzeichens Deutschlands und ältesten Umweltzeichens der Welt, als Wegweiser für umweltbewusstes Einkaufen. – 1986: Gründung der Umwelt-, Menschen- und Tierrechtsorganisation David gegen Goliath e.V. (DaGG). – 1989: Tian’anmen-Massaker: Die chinesische Armee richtet ein Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens (chinesisch: Tian’anmen Guangchang, deutsch: Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens) im Zentrum Pekings an, nachdem dort zunächst Studenten und später Millionen Bürger aus allen gesellschaftlichen Schichten für mehr Demokratie demonstriert hatten; liùsì (= 4. Juni), wie die Chinesen dieses Massaker nennen, wird offiziell verschwiegen – und gilt doch als Wendepunkt in der Geschichte Chinas. – 4. Juni: Internationaler Tag der Kinder, die unschuldig zu Aggressionsopfern geworden sind. – 4. Juni 2023: Unesco-Welterbetag (Motto 2023: „Unsere Welt. Unser Erbe. Unsere Verantwortung“).

5

1971: André Trocmé (Pfarrer und zusammen mit seiner Frau Magda Organisator des Widerstands gegen die Nazi-Barbarei im Dorf Le Chabon-sur-Lignon in Südfrankreich) +. – 5. bis 16. Juni 1972: United Nations Conference on the Human Environment (UNCHE, Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen oder auch Weltumweltkonferenz) in Stockholm unter dem Motto „Only One Earth“ („Nur eine Erde“); erste UN-Umweltkonferenz, gilt als Beginn der internationalen (globalen) Umweltpolitik; 5. Juni: Weltumwelttag, an dem auch der renommierte Energy Globe Award verliehen wird.1986: Der Hamburger Reinhard Behrend gründet die Organisation Rettet den Regenwald e.V.1992: Auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung wird die Biodiversitätskonvention beschlossen. – 5. bis 9. Juni 2017: Erste UN-Ozean-Konferenz. – 2021: Beginn der UN-Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen.

6

6. bis 8. Juni 1986: Erster Deutscher Umwelttag in Würzburg unter dem Motto: „Ja zum Leben – Mut zum Handeln“. – 2004: Um die Öffentlichkeit mit der harten Realität der Besatzung zu konfrontieren, gründet Yehuda Shaul die israelische Nichtregierungsorganisation Schovrim Schtika, englisch Breaking the Silence, eine Organisation israelischer Soldaten und Reservisten, die gegen die Besetzung der Palästinensergebiete protestieren. – 6. Juni: Sehbehindertentag (Motto: „Ich sehe so, wie du nicht siehst.“).

7

2011: Mieczysław „Mietek“ Pemper (Helfer Oskar Schindlers) +.

8

1928: Gustavo Gutiérrez („Vater der Befreiungstheologie“) *. – 1972: Die legendäre Aufnahme des AP-Fotografen Nick Ut von dem neun Jahre alten Mädchen Kim Phuc wird zu einem Sinnbild für die Brutalität des Vietnam-Kriegs; es erschüttert die Öffentlichkeit und verstärkt weltweit den Protest gegen diesen Krieg. – 1985: Auf dem 21. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf bringt Carl Friedrich von Weizsäcker den Vorschlag eines „Konzils des Friedens“ ein. – 8. Juni: Welttag der Ozeane.

10

1982: 400.000 Menschen demonstrieren in Bonn gegen den Nato-Doppelbeschluss. – 1992: Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der Europäischen Union (EU) tritt in Kraft. – 2005: Erstmals und seitdem alle zwei Jahre wird der Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung der Philipps Universität Marburg verliehen. – 2017: Anlässlich des sogenannten Tags der Bundeswehr fordern die pax christi-Kommission Friedensbildung und der deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes in einer Pressemitteilung, den „Tag der Bundeswehr“ durch einen „Tag der Friedensbildung“ zu ersetzen und die Friedensbildung zu stärken statt Gewaltdenken zu fördern. – 10. Juni: Kindersicherheitstag.

12

1776: Mit der Virginia Declaration of Rights, der Grundrechteerklärung von Virginia, wird die erste Menschenrechtserklärung im Verfassungsrang verkündet. – 1817: Freiherr Karl von Drais unternimmt in Mannheim eine öffentliche Probefahrt mit dem von ihm erfundenen Zweirad; es ist die erste Zweiradfahrt der Geschichte. – 1965: Moritz Hochschild („Oskar Schindler Boliviens“, deutscher Bergbauunternehmer, der, wie erst nach seinem Tod bekannt wurde, von seiner Wahlheimat Bolivien aus Tausenden Juden mit falschen Pässen und Schiffspassagen die Flucht nach Südamerika ermöglicht hat) +. – 1978: Ulli Thiel, seinerzeit Geschäftsführer des baden-württembergischen Landesverbandes der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), kreiert das Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“. – 12. Juni: Welttag gegen Kinderarbeit.

13

1980: Der Historiker, Bürgerrechtler und Politiker Walter Rodney wird in Georgetown (Guyana) ermordet. – 2009: Beginn der Proteste nach den iranischen Präsidentschaftswahlen am 12. Juni (Grüne Bewegung).

14

1993: Auf der Weltkonferenz über Menschenrechte vom 14. bis 25. Juni 1993 in Wien wird zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen Gewalt an Frauen als Menschenrechtsverletzung verurteilt. – 14. Juni bis 9. Juli 2017: „Marsch für Gerechtigkeit“ von Ankara nach Istanbul.

15

1215: Der englische König Johann Ohneland unterzeichnet die Magna Carta Libertatum. – 1883: Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. – 12. Juni bis 18. Oktober 1907: 2. Haager Friedenskonferenz, auf der Vertreter aus 44 Staaten erstmals Mechanismen zur Kriegsverhütung beraten. – 1956: Ernst Leitz (Wegbereiter der legendären Kleinbildkamera Leica; hat vielen Juden in der Nazizeit das Leben gerettet, indem er sie anstellte und in Filialen in Übersee schickte) +. – 1971: Umweltschützer aus den USA, Frankreich, Schweden und England gründen in Roslagen (Schweden) das Netzwerk Friends of the Earth International (FoEI). – 2001: „Feierabendmahl“ auf dem 29. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Frankfurt am Main, für das der Projektausschuss eine opferfreie Liturgie entworfen hatte. – 15. Juni: Tag des Windes.

16

1824: Im Old Slaughter’s Coffee House in London wird die „Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals“ (RSPCA), die Gesellschaft zur Verhütung von Tierquälerei, gegründet, die erste und größte Tierschutzorganisation der Welt. – 1976: Beginn des Schüleraufstands in Soweto, der Schwarzen-Vorstadt von Johannesburg; Anfang vom Ende des Apartheidregimes in Südafrika; 16. JuniYouth Day/Tag des afrikanischen Kindes (früher: Soweto-Tag). – 1979: Erstes „Rock gegen Rechts“-Festival (in Frankfurt am Main). – 1996: Am Atomwaffen-Stützpunkt Büchel findet die erste größere Protestaktion statt. – 2011: Der UN-Menschenrechtsrat verabschiedet Leitlinien zur menschenrechtlichen Verantwortung von multinationalen Konzernen („Ruggie-Prinzipien“).

17

1837: Der württembergische Pfarrer und Liederdichter Albert Knapp gründet in Stuttgart einen Verein zur Verhütung der Tierquälerei; es war der erste Tierschutzverein in Deutschland und der zweite weltweit. – 1925: Unterzeichnung des Protokolls über das Verbot der Verwendung von erstickenden, giftigen oder ähnlichen Gasen sowie von bakteriologischen Mitteln im Kriege (Genfer Protokoll). – 1953: Volksaufstand in der DDR. – 17. bis 21. Juni 1981: Der 19. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg markiert den Beginn der Phase von Massenprotesten der Friedensbewegung. – 1994: In Paris wird die UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (United Nations Convention to Combat Desertification, UNCCD) angenommen; 17. Juni: Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre. – 2000: Proklamation der Hannoveraner Erklärung gegen die Ausbeutung der Tiere in der Lebensmittelproduktion – für einen zukunftsfähigen Lebens- und Ernährungsstil.

18

1994: Gründung der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen. – 2011: Jelena Bonner (russische Politikerin, Kinderärztin, sowjetische Dissidentin und eine der führenden Menschenrechtlerinnen in Russland, Witwe des Friedensnobelpreisträgers Andrej Sacharow) +. – 2015: Papst Franziskus veröffentlicht die auf den 24. Mai 2015 (Pfingstsonntag) datierte Enzyklika Laudato si´. Über die Sorge für das gemeinsame Haus. – 2016: Truus Menger-Oversteegen (niederländische Malerin, Bildhauerin und Widerstandskämpferin) +. – 18. Juni 2023: Deutschlandweiter Mobil-ohne-Auto-Tag.

19

1865: Gordon Granger, der kommandierende General der siegreichen Unionstruppen, verkündet in der Hafenstadt Galveston im US-Bundesstaat Texas die Emanzipationsproklamation, die als letzte dieser Verkündigungen angesehen wird; 19. Juni: Juneteenth, Gedenk- und Feiertag zur Erinnerung an die Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung der Vereinigten Staaten aus der Sklaverei. – 1945: Aung San Suu Kyi (birmanische Politikerin, Demokratie-Ikone) *. – 1957: Karl Plagge (deutscher Offizier der Wehrmacht, der während des Zweiten Weltkriegs im litauischen Vilnius mindestens 250 ihm zugewiesene jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung bewahrte) +. 1990: Gründungsversammlung der Organisation Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (World Economy, Ecology & Development, WEED) e.V. in Bonn. – 2002: Veröffentlichung des Soesterberg-Briefs mit dem Titel: „Wirtschaft im Dienst des Lebens“ als Ergebnis einer Konsultation von Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Soesterberg (Niederlande). – 2006: Der UN-Menschenrechtsrat tritt erstmals zusammen. – 2008: Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet die Resolution 1820; sie bezeichnet die in vielen Kriegen systematisch eingesetzte sexuelle Gewalt als Kriegsverbrechen und als Verbrechen gegen die Menschlichkeit; 19. Juni: Internationaler Tag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten.

20

1933: Clara Zetkin (sozialistisch-kommunistische deutsche Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin) +. – 1985: Robert Ménard gründet in Paris die Organisation Reporters sans frontières (RSF; Reporter ohne Grenzen/ROG). – 1993: In Gammertingen (Baden-Württemberg) wird der Verein Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie gegründet. – 1995: Nach heftigen Auseinandersetzungen mit der Umweltorganisation Greenpeace beschließt der Shell-Konzern, den schwimmenden Öltank Brent Spar nicht zu versenken, sondern an Land zu entsorgen. – 20. Juni: Weltflüchtlingstag. – 20. Juni: Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung.

21

1914: Bertha von Suttner (österreichische Pazifistin, Schriftstellerin, Friedensforscherin, Mitbegründerin der Deutschen Friedensgesellschaft und erste Friedensnobelpreisträgerin) +. – 1940: Hermann Stöhr, Pazifist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Mitarbeiter bei der Inneren Mission in Berlin, wird wegen christlich motivierter Kriegsdienstverweigerung in Berlin-Plötzensee enthauptet. – 1993: Erstmals wird der Deutsche Umweltpreis verliehen. – 2001: Mit einem eindringlichen Appell an die USA, die Todesstrafe abzuschaffen, beginnt in Straßburg der erste Weltkongress gegen die Todesstrafe. – 2005: Bundeswehrmajor Florian Pfaff wird vom Bundesverwaltungsgericht (BverwG) vom Vorwurf der Gehorsamsverweigerung im Irak-Krieg freigesprochen. – 21. Juni: Internationaler Tag zur Feier der Sonnenwende. – 21. Juni: Tag des Schlafes.

22

1802: Mit dem Moral and Health Act wird in Großbritannien die erste Arbeitsschutzverordnung in Europa verabschiedet. – 22. bis 26. Juni 1848: Juni-Aufstand in Paris (frz. Journées de Juin). – 2018: Felicia Langer (deutsch-israelische Rechtsanwältin, Menschenrechtsaktivistin, Autorin und Trägerin des Right Livelihood Award) +.

23

Gedenktag an Argula von Grumbach (gilt als erste Reformatorin Europas; + 1568, Todestag unbekannt). – 1961: Der Antarktis-Vertrag tritt in Kraft, eine internationale Übereinkunft, die festlegt, dass die unbewohnte Antarktis zwischen dem 60. und 90. Grad südlicher Breite ausschließlich friedlicher Nutzung vorbehalten bleibt. – 1979: Das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten wird in Bonn abschließend verhandelt und unterzeichnet (Bonner Konvention).

24

1859: Henri Dunant besichtigt das Schlachtfeld von Solferino in Oberitalien; dies führt zur Gründung des Roten Kreuzes. – 1963: Gründung des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED). – 1982: Der frühere Bürgermeister von Hiroshima, Takeshi Araki, ruft die Kampagne Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) ins Leben. – 1991: Gründung des Vereins AG Kleinbauernkaffee e.V., der 1992 in TransFair e.V. umbenannt wird. – 2015: Vertreter von 20 europäischen Journalistenorganisationen, Medienunternehmen und -gewerkschaften sowie Medienwissenschaftler und -anwälte aus zahlreichen europäischen Ländern gründen in Leipzig das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (European Centre for Press and Media Freedom, ECPMF).

25

25. Juni: Tag der Buchenwälder.

26

1945: In der Oper von San Francisco (USA) unterzeichnen 50 Staaten feierlich die Charta der Vereinten Nationen. – 1974: Der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann eröffnet in Rastatt die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte (Freiheitsmuseum). – 1987: Die UN-Antifolterkonvention tritt in Kraft; 26. Juni: Internationaler Tag der Vereinten Nationen zur Unterstützung der Opfer der Folter. – 2013: Die Universität Bonn gründet das Zentrum für Historische Friedensforschung (ZHF).

27

1954: Jacobo Árbenz Guzmán, demokratisch gewählter Präsident Guatemalas, wird durch einen von den USA organisierten Putsch gestürzt. – 1977: Dschibuti erlangt als letzte afrikanische Kolonie Frankreichs seine Unabhängigkeit. – 1981: Auf dem 18. Treffen der Staats- und Regierungschefs der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) wird die Afrikanische Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker einstimmig verabschiedet. – 27. bis 30. Juni 1988: Erste Weltklimakonferenz (in Toronto, Kanada). – 1989: Von der Generalversammlung (heute: Internationale Arbeitskonferenz) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wird das Übereinkommen über eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern (ILO 169) verabschiedet.

28

1956: „Schwarzer Donnerstag“: 58 Menschen sterben bei der Niederschlagung der ersten großen Arbeiter-Revolte im sozialistischen Polen. – 1969: Stonewall-Aufstand in New York: Die queere Community der Schwulen und Lesben begehrt in der Christopher Street im Szene-Viertel Greenwich Village gegen Polizeigewalt auf; der Aufstand gilt als Geburtsstunde der LGBTQ-Bewegung. – 2022: Die kolumbianische Wahrheitskommission legt ihren Abschlussbericht über die Menschenrechtsverletzungen während des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts in dem Land vor.

29

2000: Offizielle Verabschiedung der endgültigen Version der Erd-Charta im Friedenspalais in Den Haag (Niederlande). – 2003: In der Frankfurter Paulskirche wird erstmals der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis verliehen.

30

1522: Johannes Reuchlin (Humanist, Erforscher der Bibel, Anwalt der Juden) +. – 1951: Gründung der Sozialistischen Internationale (SI) in Frankfurt am Main. – 1960: Die belgische Kolonie Kongo (heute Demokratische Republik Kongo) wird unabhängig. – 1953: Gründung des Deutschen Komitees für Unicef e.V. mit Sitz in Köln. – 1982: Erste Friedenswerkstatt in der Erlöserkirche in Ost-Berlin. – 2002: Das Völkerstrafgesetzbuch (VStGB) der Bundesrepublik Deutschland tritt in Kraft, wonach Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen dem Weltrechtsprinzip unterliegen, das heißt, die Strafbarkeit nach deutschem Recht besteht unabhängig davon, wo, von wem und gegen wen sie begangen werden (erfasst sind also auch Auslandstaten zwischen ausländischen Staatsangehörigen).2014: Christian Führer (Pfarrer an der Leipziger Nikolaikirche und einer der wichtigsten Repräsentanten der friedlichen Revolution von 1989) +.


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