Dezember

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Die Jahreszahlen von Ereignissen, die sich vor einem Jahr, vor fünf, vor zehn, vor 20, vor 25 Jahren oder einem Vielfachen davon zugetragen haben, sind rot markiert. Wenn Sie die grün (bzw. rot) markierten Jahreszahlen und die grün markierten Begriffe anklicken, finden Sie in den meisten Fällen nähere Erläuterungen.

1

1843: Bettina von Arnim veröffentlicht die erste Sozialreportage in deutscher Sprache, in der sie ungeschönt das Elend der Armen, unter anderem der Weber im damaligen Preußen, beschreibt. – 1955: Die Weigerung der schwarzen Näherin und US-amerikanischen Bürgerrechtlerin Rosa Parks († 24. Oktober 2005), auf der Heimfahrt im Bus einem Weißen Platz zu machen, wird zum Auslöser eines 381-tägigen Busboykotts in Montgomery, Alabama, in dessen Verlauf Martin Luther King jr. zum Anführer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung aufsteigt. Der „Montgomery Bus Boycott“ endete erst, nachdem der Oberste US-Gerichtshof entschieden hatte, dass Segregationsgesetze in öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln verfassungswidrig sind. – 1959: In Washington D.C. wird der Antarktisvertrag unterzeichnet, eine internationale Übereinkunft, die festlegt, dass die unbewohnte Antarktis zwischen dem 60. und dem 90. Grad südlicher Breite ausschließlich friedlicher Nutzung vorbehalten bleibt. – 1980: Im Dezember gründen drei US-Kardiologen und drei Sowjet-Kardiologen in Genf die internationale Ärzte-Organisation International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW), in Deutschland bekannt als Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung. – 1987: Im Dezember startet die Aktion Frauen in Schwarz in Jerusalem. – 2002: Friedensorganisationen aus 49 Ländern gründen in Neu Delhi mit großem Enthusiasmus die Nonviolent Peaceforce (NP). – 2016: Erstmals wird der Deutsch-Französische Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit verliehen. – 1. Dezember: Internationaler Tag der Gefangenen für den Frieden. 1. Dezember: Welt-Aids-Tag.

2

1766: Der schwedische König Adolf Fredrik unterzeichnet die „Tryckfrihetsförordningen“, das weltweit erste Gesetz zur Pressefreiheit. – 1946: Unterzeichnung des Internationalen Übereinkommens zur Regelung des Walfangs; als Hauptinstrument wird die Internationale Walfang-Kommission (International Whaling Commission, IWC) bestimmt. – 1949: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet die Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer; 2. Dezember: Internationaler Tag für die Abschaffung der Sklaverei. 1956: Fidel Castro kehrt heimlich mit 81 Mitkämpfern aus dem Exil in Mexiko nach Kuba zurück („Tag der Revolution“). – 1973: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die Konvention zur Bekämpfung und Ahndung des Verbrechens der Apartheid. – 1980: Die Nonnen Ita Ford, Maura Clarke und Dorothy Kazel sowie die Laienhelferin Jean Donovan werden von Soldaten der Nationalgarde von El Salvador erschossen. – 1. Dezember 2019: Eröffnung der 61. Aktion Brot für die Welt (Schwerpunktthema 2018: „Hunger nach Gerechtigkeit“). – 1. Dezember 2019: Eröffnung der Weihnachtsaktion des katholischen Hilfswerks Adveniat (Motto 2018: „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“).

3

1948: In der Salle de Pleyel in Paris tagt die „Weltbürgerversammlung“, die ein Weltbürgerrecht fordert. – 1994: Gründung des Kasseler Friedensratschlags, später umbenannt in Bundesausschuss Friedensratschlag. – 1997: 121 Staaten unterzeichnen im kanadischen Ottawa das Übereinkommen über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und über deren Vernichtung (Ottawa-Konvention). – 2008: In Oslo unterzeichnen mehr als 100 Staaten das Übereinkommen über Streumunition (Streubomben-Konvention). – 3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung.

4

1959: Die Sowjetunion schenkt der Uno eine Bronzeskulptur von Jewgeni Wutschetitsch, die einen muskulösen Heros zeigt, der ein Schwert zu einer Pflugschar umschmiedet. – 1983: Erste deutsche Pflugscharaktion (Beschädigung einer Pershing-II-Zugmaschine) unter dem Motto: „Schwerter zu Pflugscharen“ bei Schwäbisch Gmünd. – 2006: Wolfram Kistner (südafrikanischer lutherischer Pastor, Theologe und Apartheid-Gegner) †. – 2017: Der angesehene Prieser und Menschenrechtler Marcelino „Tito“ Paez, der sich besonders für die Rechte von Armen und Bauern eingesetzt hat, wird auf der Insel Luzon (Philippinen) auf offener Straße erschossen.

5

2013: Nelson Mandela (führender südafrikanischer Anti-Apartheid-Kämpfer und Politiker sowie erster schwarzer Präsident seines Landes) †.2017: Erstmals wird der Friedenspreis der Quäker-Hilfe-Stiftung verliehen. – 5. Dezember: Weltbodentag. 5. Dezember: Internationaler Tag der Freiwilligen, wird in Deutschland als Welttag des Ehrenamtes begangen.

6

Um 350: Nikolaus von Myra †. – 1613: Anton Praetorius (deutscher Pfarrer, reformierter Theologe, Schriftsteller, Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter) †. 1945: Leonhard Ragaz (entschiedenster Wortführer und hervorragendster Vertreter des Schweizerischen religiösen Sozialismus) †. – 1956Bhimrao Ramji Ambedkar (indischer Rechtsanwalt, Politiker und Sozialreformer) †. – 1995: Hunderttausende Menschen bilden Lichterketten gegen Rassismus und rechtsextreme Gewalt. – 2002: Philip („Phil“) Berrigan (amerikanischer Friedensaktivist und christlicher Anarchist, Gründer der amerikanischen Pflugscharbewegung) †.

7

1970: Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt vor dem Mahnmal der Opfer deutscher Nazi-Gewalt im Warschauer Getto. – 2002: Zum ersten Mal und seitdem immer am ersten Samstag im Monat ökumenisches Friedensgebet an der US-Airbase in Ramstein.

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1965: Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils. – 1980: John Lennon, britischer Musiker, Komponist, Autor und Friedensaktivist, wird vor seinem Appartementhaus in New York erschossen. – 1987: Mit der Unterzeichnung des INF-Vertrags (das Kürzel INF steht für „Intermediate-Range Nuclear Forces“, nukleare Mittelstreckensysteme) über die Vernichtung aller Raketen mit mittlerer und kürzerer Reichweite (500 bis 5500 Kilometer) und deren Produktionsverbot wird die atomare Abrüstung eingeleitet. – 2018: Ljudmila Michailowna Alexejewa (russische Historikerin, Menschenrechtsaktivistin und sowjetische Dissidentin) †. – 8. Dezember 2019: Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder.

9

1824: Simón Bolívars Truppen schlagen bei Ayacucho (Peru) die Spanier; das führt zum Ende der spanischen Herrschaft über Südamerika. – 1948: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (Anti-Genozid-Konvention). – 1968: Gründung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF). – 1989: Geburtsstunde des Grünen Bandes. – 1996: Auf dem ersten Welttreffen der Bewegungen arbeitender Kinder in Indien werden die sogenannten 10 Punkte von Kundapur beschlossen, die als Beginn des weltweiten Zusammenschlusses der Bewegungen arbeitender Kinder gelten; 9. Dezember: Welttag der arbeitenden Kinder. – 2003: Verabschiedung der UN-Konvention gegen Korruption (United Nations Convention against Corruption, UNCAC); 9. Dezember: Internationaler Tag gegen die Korruption. – 2008: 303 chinesische Intellektuelle und Bürgerrrechtsaktivisten unterzeichnen die Charta 08, ein Manifest, das zu politischen Reformen und Demokratisierung in der Volksrepublik China aufruft.

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1948: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR), den ersten universalen Menschenrechtskodex; 10. Dezember: Tag der Menschenrechte. – 1966: Rudi Dutschke ruft bei einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Westberlin zur Bildung einer „Außerparlamentarischen Opposition“ auf. – 1974: Gründung der Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (ACAT) in Paris. – 1984: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt das Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (UN-Antifolterkonvention).1989: Gründung von Slow Food International in Paris; 10. Dezember: Terra Madre Day (Tag der Mutter Erde). – 1995: Erstmals wird der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar verliehen.  – 2004: Gründung der Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus (European Coalition of Cities against Racism, ECCAR) unter Verabschiedung eines Zehn-Punkte-Aktionsplans mit konkreten Handlungsbeispielen. – 2014: Die Brasilianische Wahrheitskommission veröffentlicht ihren Abschlussbericht. – 2018: In Marrakesch (Marokko) wird der Globale Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration (UN-Migrationspakt) per Akklamation angenommen. – 10. Dezember: Tag der Verleihung des Friedensnobelpreises (Todestag des Stifters Alfred Nobel); meist einige Tage vor oder nach der Verleihung des Friedensnobelpreises wird der Right Livelihood Award („Alternativer Nobelpreis“) verliehen. – Seit 1988 wird in Straßburg um den 10. Dezember vom Europäischen Parlament der Sacharow-Preis für geistige Freiheit (auch EU-Menschenrechtspreis genannt) an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit einsetzen. – Seit 1998 wird in zweijährigem Rhythmus jeweils Anfang Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis verliehen; er zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren.

11

1946: Gründung von Unicef (United Nations International Children’s Emergency Fund, Fonds der Vereinten Nationen für internationale Kindernothilfe), des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen; 11. Dezember: Unicef-Tag. – 1986: Der Vertrag von Rarotonga tritt in Kraft. – 1997: Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls, in dem sich die Industriestaaten verpflichten, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2012 um mindestens fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken (erste international verpflichtende Klimaschutz-Vereinbarung). – 2009: Unter dem Titel: „Die Stunde der Wahrheit. Ein Wort des Glaubens und der Hoffnung aus der Mitte des Leidens der Palästinenser“ veröffentlicht eine Gruppe palästinensischer Christen aus mehreren Kirchen und kirchlichen Organisationen einen leidenschaftlichen Aufruf zur Beendigung der Besetzung Palästinas durch Israel (Kairos Palästina-Dokument).

12

1959: Gründungsakt der Aktion Brot für die Welt in der Deutschlandhalle in Berlin. – 1991: Gründung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) als einer Partnerorganisation der Vereinten Nationen (UN). – 2015: 195 Regierungen verabschieden mit dem Übereinkommen von Paris das erste universale Klimaabkommen; es verpflichtet erstmals alle Staaten der Erde zur Minderung der Treibhausgase.

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1903: In der Freien Evangelischen Gemeinde Königsbergs wird der erste Friedenssonntag Deutschlands gefeiert. – 1991: Nord- und Südkorea unterzeichnen in Seoul einen Grundlagenvertrag über die Wiederaussöhnung; es ist das erste Abkommen zwischen den beiden seit 1945 getrennten Staaten. – 2006: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (auch: Behindertenrechtskonvention, BRK).

14

1938: Leonardo Boff (brasilianischer katholischer Theologe, weltweit bekanntester Vertreter der Befreiungstheologie) *. – 1962: Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke wird der Deutsche Ausschuss für den Kampf gegen den Hunger gegründet; 1967 erfolgte die Umbenennung in Deutsche Welthungerhilfe e.V. (DWHH). 1989: Andrej Sacharow (russischer Physiker, Dissident und Verteidiger der Menschenrechte) †. – 1995: Gründung des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO). 2005: Die UN-Konvention gegen Korruption (United Nations Convention against Corruption, UNCAC) tritt in Kraft.

15

1924: Gründung des PEN-Zentrums Deutschland. – 1972: Mit der UN-Resolution 27/2997 vom 15. Dezember 1972 wird das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme, UNEP) ins Leben gerufen. – 2017: Nach härtestem Ringen um letzte juristische Details entscheiden die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs in New York, dass der Gerichtshof vom 17. Juli 2018 an Staaatsführer wegen der Planung, Vorbereitung, Einleitung und Durchführung von Angriffskriegen zur Verantwortung ziehen kann – ein völkerrechtshistorischer Meilenstein. – 15. Dezember 2019: Vom 3. Sonntag im Advent an leuchtet in vielen europäischen Städten das Friedenslicht aus Betlehem (Motto 2019: „Mut zum Frieden“).

16

1922: Margarethe Lenore Selenka (deutsche Zoologin, Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin) †. – 1966: Verabschiedung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte (UN-Zivilpakt) und des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt), der zusammen mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte grundlegenden Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen. – 1971: Verabschiedung der Biowaffenkonvention. – 16. bis 27. Dezember 1989: Rumänische Revolution. – 1992: Der Künstler Gunter Demnig verlegt am 50. Jahrestag des sogenannten Auschwitz-Erlasses, in dem SS-Führer Heinrich Himmler die Ermordung aller in Deutschland lebenden Sinti und Roma angeordnet hatte, vor dem Historischen Rathaus in Köln den ersten mit einer Messingplatte versehenen und beschrifteten „Stolperstein“ (auf dem Stein waren die Anfangszeilen von Himmlers Erlass zu lesen, im Hohlkörper des Steines war der gesamte Text enthalten); in Ausdehnung auf alle Verfolgtengruppen entwickelt er in den Folgejahren das Projekt „Stolpersteine“.

17

1830: Simón Bolívar (bedeutendster Führer im südamerikanischen Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier, Ehrentitel „El Libertador“, der Befreier) †. – 1992: Günther Anders (Sozialphilosoph; Pazifist, Antifaschist, führende Persönlichkeit der Antiatombewegung) †. – 1989: Auflösung des Koordinierungsausschuss der Friedensbewegung zugunsten des Netzwerks Friedenskooperative. – 2010: Die Selbstverbrennung des jungen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in der zentraltunesischen Stadt Sidi Bouzid (er starb am 4. Janaur 2011) löst landesweite Massenunruhen aus (Jasminrevolution oder Tunesischer Frühling) und wird zum Fanal für den Arabischen Frühling: Tausende Menschen, vor allem Jugendliche, gehen in den kommenden Wochen und Monaten auf die Straßen, von Nordafrika bis zur arabischen Halbinsel. – 2018: Die tunesische Wahrheitskommission zieht Bilanz. – 2018: Die UN-Vollversammlung beschließt den Globalen Pakt für Flüchtlinge (UN-Flüchtlingspakt).

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1865: Nach dem Ende des Sezessionskrieges tritt der 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika in Kraft, mit dem die Sklaverei auf dem gesamten Gebiet der Vereinigten Staaten endgültig abgeschafft wird. – 1979: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Frauenkonvention). – 1990: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen; 18. Dezember: Internationaler Tag der Migranten. – 2007: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen ruft erstmals zu einem weltweiten Hinrichtungsstopp auf. – 2011: Václav Havel (tschechischer Schriftsteller und Politiker, einer der Hauptinitiatoren der Charta 77) †.

19

1977: Auftakt der Aktion „Kauft keine Früchte der Apartheid“ der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland e.V. (EFD). – 1984: Nach der Besetzung der Hainburger Au in Österreich kommt es zu einem umstrittenen Poizeieinsatz („Schlacht in der Au“), der den Wendepunkt in der Auseinandersetzung um das dort geplante Flusskraftwerk markiert: am 21. Dezember 1984 verhängt die Bundesregierung einen Rodungsstopp, am Tag darauf verkündet sie einen „Weihnachtsfrieden“; am 27. Oktober 1996 wird der „Nationalpark Donau-Auen“ eingerichtet.

20

1943: Anita Augspurg (deutsche Juristin und Frauenrechtlerin der bürgerlich-radikalen Frauenbewegung sowie Pazifistin) †. – 1959: Gründung des Weltfriedensdienstes (WFD).1963: In Frankfurt wird der Auschwitz-Prozess eröffnet; das Verfahren gilt als Wendepunkt in der bundesdeutschen Geschichte, die Verbrechen der NS-Zeit ließen sich nicht mehr verdrängen. – 1971: Eine Gruppe idealistischer Mediziner und Journalisten in Paris gründet unter dem Eindruck des Biafra-Krieges und der Hungersnot in Bangladesch die Organisation Médecins Sans Frontières (MSF)/Ärzte ohne Grenzen e.V.1999: Die „Baumfrau“ Julia „Butterfly“ Hill verlässt nach 737 Tagen den Baumriesen „Luna“. – 1999: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die UN-Konvention gegen Verschwindenlassen. – 2018: Nach der Ankündigung von Preiserhöhungen für Nahrungsmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs durch die Regierung von General Omar al-Bashir kommt es in den größten Städten des Sudan zu ersten Protesten; die im Grundsatz revolutionäre Bewegung – denn sie zielt auf den Sturz des Regimes – erfasst schon bald das ganze Land. – 20. Dezember: Internationaler Tag der menschlichen Solidarität.

21

1965: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet die Antirassismus-Konvention. – 2012: Die Zapatisten ziehen mit 40.000 Anhängern in Schweigemärschen durch alle Städte, die sie 1994 besetzt hatten.

22

1942: Der Diplomat Rudolf von Scheliha, der Offizier und Publizist Harro Schulze-Boysen und der Jurist und Nationalökonom Arvid Harnack sowie acht weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ werden im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee auf Befehl Adolf Hitlers erhängt. – 1988: Chico Mendez, brasilianischer Gummizapfer, bekannt durch seinen Kampf für die Rettung des Amazonas-Regenwaldes, wird ermordet.

23

2007: Aloísio Lorscheider (brasilianischer Kardinal und Befreiungstheologe, „Erzbischof der Armen und Entrechteten“) †. – 2010: Die UN-Konvention gegen Verschwindenlassen tritt völkerrechtlich in Kraft.

24

1914: Weihnachtsfrieden, „Christmas Truce“: Tausende Soldaten vor allem an der Westfront verbrüdern sich mit ihren angeblichen Todfeinden. – 1968: Bei der vierten Mondumrundung von Apollo 8 wird das Foto „Earthrise“ (Erdaufgang) aufgenommen: Die Menschheit sieht ihren Planeten zum ersten Mal von außen. – 1979: Rudi Dutschke, Symbolfigur der Studentenrevolte 1967/68 in West-Berlin und der Bundesrepublik, stirbt an den Spätfolgen des Attentats am 11. April 1968. – 2014: Der erste globale Waffenhandelskontrollvertrag (Arms Trade Treaty, ATT) wird völkerrechtlich bindend.

25

1977: Charlie Chaplin (britischer Komiker, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Schnittmeister, Komponist und Filmproduzent) †.

27

1938: Jon Sobrino (namhafter Vertreter der Befreiungstheologie) *. 1985: Dian Fossey, US-amerikanische Zoologin und Verhaltensforscherin, die sich der Erforschung des Verhaltens sowie dem Schutz der Berggorillas widmete, wird im Dschungel von Ruanda erschlagen aufgefunden.

28

28. Dezember 1957 bis 8. Januar 1958: Weltmissionskonferenz von Achimota (Ghana), Meilenstein in der Geschichte der Ökumene: Der Internationale Missionsrat (IMR) beschließt die Vereinigung mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), die drei Jahre später in Neu Delhi vollzogen wurde und durch den die ökumenische Bewegung erst zu dem wurde, was sie heute ist.

29

1993: Die Biodiversitäts-Konvention (offiziell: Übereinkommen über die biologische Vielfalt, Convention on Biological Diversity, CBD) tritt völkerrechtlich in Kraft. – 1996: Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen UNRG-Guerilla und guatemaltekischer Regierung; Ende des 35-jährigen Bürgerkrieges, dessen Opfer vor allem Maya waren.

30

1944: Romain Rolland (französischer Schriftsteller, Symbolfigur der transnationalen Antikriegs- und der internationalen Arbeiterbewegung, bekennender Tierschützer) †.

31

1384: John Wyclif („Morgenstern der Reformation“, englischer Philosoph, Theologe, Kirchenreformer, radikaler Verfechter des frühchristlichen Armutsideals) †. – 31. Dezember: Aktion „Brot statt Böller“.


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