Der Skandal des Reichtums (20. September 2019)

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Selig sind die Armen (die, die nicht mehr haben, als sie wirklich brauchen),
ihrer ist das Reich Gottes.

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,
als dass ein Reicher ins Reich Gottes gelangt.

Jesus von Nazaret

 

In einer Welt, die nach den Spielregeln des Reiches Gottes eingerichtet ist,
in einer Welt, in der die Menschen weltverbunden leben,
steht jedem Menschen zur Verfügung, was er zum Leben braucht – nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Es ist eine Welt, in der niemand mehr arm zu sein braucht und in der niemand mehr reich sein möchte.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 20. September 2019

 

„Die Armut der vielen ist der Reichtum der wenigen.“

Slogan der Blockupy-Bewegung (am 17. September 2011 besetzten Demonstranten den Zuccotti-Park in New York: Beginn der Occupy-Bewegung [„Occupy Wall Street”, Besetzt die Wall Street], einer Protestbewegung gegen die Macht der Banken und die soziale Ungleichheit)

 

259 Milliardäre leben in Deutschland, 31 mehr als noch im vorigen Jahr, so viele wie noch nie. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“, das am 13. September 2019 eine Liste der 1000 reichsten Deutschen veröffentlichte. Deren gesamtes Vermögen erhöhte sich demnach im Vorjahresvergleich um 3,33 Prozent auf 1,053 Billionen Euro.
Mit 41,5 Milliarden Euro ist Lidl- und Kaufland-Gründer Dieter Schwarz weiterhin der reichste Mensch in der Bundesrepublik. Das Vermögen des Schwarz-Gruppen-Eigentümers sei im Vergleich zum Vorjahr um 1 Milliarde Euro gewachsen. Mit großem Abstand folgen auf dem zweiten Platz die Aldi-Nord-Miteigentümer-Familie von Theo Albrecht und die Familie von Wolfgang Porsche. Deren Vermögen beläuft sich laut den Schätzungen des Magazins auf jeweils 18 Milliarden Euro. Platz drei belege mit einem geschätzten Vermögen von 16,25 Milliarden Euro die Familie Reimann, deren Holding JAB unter anderem Beteiligungen am Parfümhaus Coty und dem Kaffeehersteller Jacobs Douwe Egberts hält. 

 

Informationen zur Gesamtthematik finden Sie hier.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 13. September 2019

 

Die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere.

Erich Fromm (1900–1980, deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe)

 

Kurz vor der Internationalen Automobilausstellung (IAA) hat Porsche am 9. September 2019 mit der Produktion des Taycan, seines ersten reinen Elektroautos, begonnen. Die Basisversion kostet etwa 100.000 Euro, als Turbo kostet er 152.136 Euro und als Turbo S 185.456 Euro. Weltweit wurde der Sportwagen bereits gut 30.000 Mal vorbestellt.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 6. September 2019

 

Im Reich der Haie haben die kleinen Fische ihr Recht verloren.

Aus Asien

 

Diese Reichtumsuhr zeigt das aktuelle Nettoprivatvermögen in Deutschland sowie den Besitz des ärmsten Zehntels der Bevölkerung an.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 30. August 2019

 

Manch Reicher, der sich wenig mühte,
Bracht’ sein Geschäft zu hoher Blüte,
Indes mit Sense und mit Schaufel
Gar mancher fleißige arme Teufel
Bei seiner Arbeit schwitzend stand,
Damit er was zu knabbern fand.

Bernhard de Mandeville (1670–1733, niederländischer Arzt und Sozialtheoretiker), aus der „Bienenfabel“

 

Laut „New York Times“ verdienen die 100 am besten bezahlten Vorstandschefs in den USA im Schnitt rund 250 Mal mehr als ihre jeweiligen Beschäftigten. (Quelle: Frank-Thomas Wenzel, Werte für die Gesellschaft schaffen, Frankfurter Rundschau vom 21. August 2019)

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Zum Börsenschluss am Freitag, 23. August 2019

 

In aller Objektivität müssen wir zugeben, dass der Kapitalismus oft eine Kluft von Überfluss und Armut aufgerissen hat. Er schuf Bedingungen, die den Massen das Notwendigste vorenthielten, um den Luxus der wenigen zu ermöglichen.

Martin Luther King (1929-1968, US-amerikanischer Baptistenpastor und Bürgerrechtler)

 

Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 16. August 2019 wurden im Jahr 2018 in Deutschland Vermögen im Wert von 84,7 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt – wobei die Statistiker nur solche Vermögen addierten, die steuerpflichtig sind. Davon wurden 5,7 Milliarden Euro Erbschaftssteuer und eine Milliarde Euro Schenkungssteuer an das Finanzamt bezahlt. Das Statistische Bundesamt betont, dass die meisten Erbschaften, Vermächtnisse und Schenkungen innerhalb der Freibeträge lägen. Für diese wird in der Regel keine Steuer festgesetzt, sodass sie in der Statistik nicht enthalten sind. Einer Schätzung der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2017 zufolge dürfte das Erbvolumen in Deutschland bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr betragen.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 16. August 2019

 

Reichtum – mehr als genug

Thema einer Sonderausstellung vom 6. Juli bis 10. November 2013 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

 

Vor einigen Monaten fanden sich auf der Titelseite der Frankfurter Rundschau mehr als 2000 kleine Kästchen. Jedes davon symbolisierte 17.976 Euro – das, was jemand in Deutschland verdient, wenn er ein Jahr lang in Vollzeit zum gesetzlichen Mindestlohn arbeitet. Auf diese Weise konnte die Redaktion den Verdienstabstand zwischen einem Mindestlohnempfänger und dem laut „Forbes“-Liste bestbezahlten deutschen Sportler, dem Rennfahrer Sebastian Vettel, gerade noch abbilden (Vettel verdient 37 Millionen Euro, das heißt 2065 Mal den gesetzlichen Mindestlohn). Was die Grafik nicht abbildet – wegen des riesigen Abstands selbst zum Rennfahrer Vettel hätte es gar nicht auf die Titelseite gepasst: Die Top-Einkommen in Deutschland bewegen sich noch in ganz anderen, unvorstellbaren, in diesem Fall gar nicht mehr darstellbaren Dimensionen. Die reichste Frau Deutschlands, Quandt-Erbin Susanne Klatten, hat im vergangenen Jahr für ihre Beteiligung am Autobauer BMW mindestens 504 Millionen Euro Dividende bekommen, Bruder Stefan Quandt sogar mindestens 622 Millionen Euro. Um diesen Einkommensabstand zu einem Mindestlohnbezieher abzubilden, hätte die Frankfurter Rundschau fast 16 weitere Titelseiten benötigt.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 9. August 2019

 

Der Glaube, dass Wissenschaft und Technologie die Erde vor den Folgen des Klimawandels bewahren wird, ist irreführend. Nichts wird unsere Kinder und Kindeskinder vor einer irdischen Hölle retten. Es sei denn: Wir organisieren den Widerstand gegen die Gier des globalen Kapitalismus.

Josef Weizenbaum (1923–2008, deutsch-US-amerikanischer Informatiker sowie Wissenschafts- und Gesellschaftskritiker)

 

Mindestens 125.470 Euro kostet das neue Luxusreisemobil Chartago chic e-line auf Mercedes-Sprinter-Basis, mindestens 141.450 Euro der in drei Versionen verfügbare chic s-plus auf Iveco-Chassis.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 2. August 2019

 

Der naturgemäße Reichtum ist begrenzt und leicht zu beschaffen, Reichtum nach dem Maßstab leerer Einbildungen verliert sich ins Unendliche.

Epikur (341270 v.Chr., griechischer Philosoph), Hauptlehrsätze §15

 

Eine am 1. August 2019 veröffentlichte Studie der Forschungsstelle des Paritätischen Gesamtverbands belegt eine wachsende soziale Kluft zwischen armen und reichen Familien. Die Forschungsstelle griff auf Daten des Statistischen Bundesamtes zurück, die 2013 erhoben und im vergangenen Jahr im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) veröffentlicht worden waren. Betrug demnach das durchschnittliche Familieneinkommen der reichsten zehn Prozent 8.642 Euro im Monat, standen den Familien im untersten Einkommenszehntel gerade einmal 1.550 Euro zur Verfügung. Das Einkommen lag damit noch unter der offiziellen Armutsgrenze von 1.606 Euro. Verglichen mit den Zahlen von 2003, hat auch das Wohlstandsgefälle zugenommen. Sind die Einkommen im obersten Zehntel um 0,8 und bei den Durchschnittseinkommen um 1,6 Prozent gestiegen, sind sie beim untersten Zehntel um 3,2 Prozent gesunken. Aktuelle Studien belegen, dass die Schere zwischen reichen und armen Familien auch nach 2013 weiter auseinanderging,

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Zum Börsenschluss am Freitag, 26. Juli 2019

 

Seit der ersten Veröffentlichung des Märchens von den Bremer Stadtmusikanten in der zweiten Auflage der „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm im Juli 1819 sind genau 200 Jahre vergangen. Die Ausgebeuteten, Abgeschobenen, Marginalisierten tun sich zusammen, schlagen die Räuber in die Flucht und setzen sich selber zu Tisch:

Der Esel, als der größte, näherte sich dem Fenster und schaute hinein. „Was siehst du, Grauschimmel?“ fragte der Hahn. „Was ich sehe?“ antwortete der Esel. „Einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen daran und lassen´s sich wohl sein.“ „Das wäre was für uns“, sprach der Hahn. „Ja, ja, ach, wären wir da!“ sagte der Esel. Da ratschlagten die Tiere, wie sie es anfangen müssten, um die Räuber hinauszujagen, und fanden endlich ein Mittel. Der Esel musste sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster stellen, der Hund auf des Esels Rücken springen, die Katze auf den Hund klettern, und endlich flog der Hahn hinauf und setzte sich der Katze auf den Kopf.
Wie das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen insgesamt an, ihre Musik zu machen: der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute, und der Hahn krähte; dann stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein, dass die Scheiben klirrten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe, meinten nicht anders, als ein Gespenst käme herein, und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus.
Nun setzten sich die vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem vorlieb, was übriggeblieben war, und aßen, als wenn sie vier Wochen hungern sollten.

 

Bernard Arnault, Hauptaktionär des Konzerns LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy), nimmt in einer Stunde mehr als sieben Millionen Dollar ein. In gut einem halben Jahr sind das 39 Milliarden. Um diese Summe ist Arnaults Vermögen seit Januar 2019 gewachsen. Arnault kommt damit laut dem US-Magazin Forbes auf 105,1 Milliarden Dollar. Damit hat er Mitte Juli den bisherigen Zweitplatzierten Bill Gates (103,7 Milliarden) überholt. Am reichsten ist weiterhin Amazon-Vorsteher Jeff Bezos mit 164,8 Milliarden Dollar.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 19. Juli 2019

 

„When Adam delved and Eve span,
Who was then the gentleman?“
Als Adam grub und Eva spann,
wer war da der Edelmann?

John Ball (*1338, hingerichtet am 15. Juli 1381, englischer Priester, der für die soziale Gleichheit aller Menschen eintrat und die Aufhebung der Standesgrenzen forderte), Zitat aus seiner Predigt vor den aufrührerischen „Lollarden“

 

Wie am 10. Juli 2019 bekannt wurde, zahlt die Deutsche Bank drei Vorständen, die den Konzern im Zuge des Umbaus verlassen werden, insgesamt etwa 26 Millionen Euro an Abfindungen und sogenannten Karenzentschädigungen. Konkret soll der bisherige Investmentbanking-Vorstand Garth Ritchie gut elf Millionen Euro erhalten. Regulierungsvorstand Sylvie Matherat wird neun Millionen Euro und Privatkundenchef Frank Strauß mindestens sechs Millionen Euro bekommen. Insgesamt hat die Bank in den vergangenen 14 Monaten mehr als 52 Millionen Euro für Top-Manager ausgegeben, die das Haus verließen. Allein Ex-Bankchef John Cryan erhielt nach seinem plötzlichen Abgang im April 2018 noch 10,9 Millionen Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 12. Juli 2019

 

„…dafür sorgen, dass jeder Mensch ungefähr gleich viel Geld hat“.

Kian (8 Jahre) auf die Frage „Was würdest du tun, wenn du Bundeskanzler wärst?“ (Der Deutsche Kinderschutzbund hatte vor der Bundestagswahl am 22. September 2013 Kinder und Jugendliche aufgefordert, sich zu dieser Frage zu äußern)

 

Wie aus dem am 9. Juli 2019 veröffentlichten „World Wealth Report 2019“ des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht, gab es im Jahr 2018 rund um den Globus 18 Millionen Dollar-Millionäre. Sie verfügten über ein Vermögen von insgesamt 68,1 Billionen Dollar. An der Spitze der Dollar-Millionäre stehen die USA, gefolgt von Japan, Deutschland und China. Diese vier Länder stehen Capgemini zufolge zusammen für 61,2 Prozent der Vermögenden weltweit. In Deutschland besaßen laut jener Studie 1,35 Millionen Menschen ein anlagefähiges Vermögen von mehr als einer Million Dollar. Rund jeder hundertste Dollar-Millionär verfügt über ein anlagefähiges Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 5. Juli 2019

 

Nun, mein lieber Morus, ich will Ihnen mein Herz öffnen und mein geheimstes Sinnen mitteilen. Wo immer das Recht auf Eigentum besteht, wo Geld der allgemeine Maßstab ist, wird es keine Gerechtigkeit und kein Gemeinwohl geben, Sie müssten es denn als richtig ansehen, dass die größten Güter Besitz der Unwürdigsten sind, und Sie müssten den Staat preisen, wo das öffentliche Vermögen in die beutegierigen Hände einiger weniger gerät, die in Üppigkeit schwelgen, während die Masse dem Elend verfallen ist.

Thomas Morus (englischer Staatsmann und Humanist, hingerichtet am 6. Juli 1535), aus „Utopia“ (1516)

 

Wie aus der am 18. Juni 2019 veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Bain hervorgeht, ist der weltweite Umsatz mit Luxusgütern im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 260 Milliarden Euro gestiegen. Für das laufende Jahr erwartet das Beratungsunternehmen ein weiteres Plus auf bis zu 276 Milliarden Euro. Insgesamt habe sich das globale Luxusgütergeschäft auf einem hohen Wachstumsniveau eingependelt. Bis 2025 rechnet Bain mit jährlichen Zuwachsraten von drei bis fünf Prozent.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 28. Juni 2019

 

„Reicht leicht!“

Motto des Tollwood-Sommerfestivals vom 26. Juni bis 21. Juli 2019 in München

 

Wie aus dem am 20. Juni 2019 veröffentlichten „Global Wealth Report“ der Beratungsfirma Boston Consulting (BCG) hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr insgesamt 22,1 Millionen Millionärshaushalte auf der Welt, ein Plus von zwei Prozent. Zwei Drittel der Millionäre leben demnach in den USA. Dahinter folgen mit den meisten Millionärshaushalten China (1,3 Millionen), Japan (1,1 Millionen) und die Schweiz (0,5 Millionen). Mit 0,4 Millionen liegen Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und Deutschland auf Platz fünf. Die 22,1 Millionen Millionäre – etwa drei Promille der Weltbevölkerung – besitzen laut BCG etwa die Hälfte des weltweiten Vermögens. Vor drei Jahren waren es nur 43 Prozent. Die Beratungsfirma erwartet, dass die Zahl der Millionäre bis zum Jahr 2023 auf 27,6 Millionen zulegen werde.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 21. Juni 2019

 

Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte.

Apostelgeschichte 4,32.34f.

 

Wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) gemeinsam mit der Technischen Universität München weiter errechnet hat, verdienten die Unternehmenschefs der Dax-Konzerne im Jahr 2018 im Schnitt gut 5,4 Millionen Euro, während ein einfaches Vorstandsmitglied im Schnitt auf knapp 3,1 Millionen Euro Vergütung kam. Spitzenverdiener war erneut SAP-Chef Bill McDermott, der mit 10,8 Millionen Euro Gesamtvergütung zum dritten Mal die Zehn-Millionen-Marke überschritt. Es folgen VW-Lenker Herbert Diess (rund 7,9 Millionen Euro) und Bernd Scheifele von Heidelberg Cement (rund 7,3 Millionen Euro). Im übrigen Europa und weltweit werden noch deutlich höhere Summen gezahlt: Carlos Brito, Vorstandsvorsitzender des belgischen Getränkegiganten AB InBev, kommt auf 31,8 Millionen Euro, Disney-Chef Robert Iger sogar auf knapp 55,6 Millionen Euro Gesamtvergütung. Der Großteil ist jeweils an den Aktienkurs des Unternehmens gekoppelt.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 14. Juni 2019

 

Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte.

Apostelgeschichte 2,44-45

 

Im Durchschnitt 52 Mal so viel wie ihre Angestellten kassierten Vorstände der Dax-Konzerne im vergangenen Jahr. Das hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) gemeinsam mit der Technischen Universität München errechnet. Am größten ist der Abstand der am 11. Juni 2019 in Frankfurt vorgestellten Studie zufolge bei Volkswagen: Bei dem Autobauer sind die Bezüge der Führungsetage nach jüngsten Zahlen 97 Mal höher als der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter im Unternehmen.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 7. Juni 2019

 

Würden heute, in unseren Tagen, alle Menschen so fühlen, dass die Gleichheit zwischen allen Geistern, allem Bewusstsein göttlichen Ursprungs ist, sie würden nicht einen Tag länger die Vernichtung menschlicher Seelen durch die Last des Elends ertragen.

Jean Jaurès (1859–1914, französischer Historiker und sozialistischer Politiker, in seinem Heimatland einer der bekanntesten Verfechter des Reformsozialismus auf humanistisch-pazifistischer Grundlage)

 

Diese Reichtumsuhr zeigt das aktuelle Nettoprivatvermögen in Deutschland sowie den Besitz des ärmsten Zehntels der Bevölkerung an.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 31. Mai 2019

 

Omnia sunt communia (Alles gehört allen),
und sollten eynem jeden nach seyner notdurft ausgeteylt werden.

Vermächtnis Thomas Müntzers (Theologe, Reformator, Drucker und Revolutionär in der Zeit des Bauernkrieges, hingerichtet am 27. Mai 1525 in Mühlhausen/Thüringen),  formuliert 1525 unter der Folter auf der Wasserburg in dem nordthüringischen Städtchen Heldrungen

 

Laut der jüngsten Studie von Wealth-X ist San Francisco im weltweiten Vergleich jetzt die Stadt, in der die meisten Milliardäre leben: Auf gut 11.000 Einwohner kommt ein Superreicher. Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung im Luxusneubau „Nema“ zahlt man 5200 Dollar Monatsmiete (rund 4700 Euro). „Wir haben nun die teuersten Mieten in den USA, die größte Obdachlosigkeit und die höchste soziale Ungleichheit“, sagt Leslie Dreyer, Aktivistin beim Mieterschutzverband Housing Rights Committee

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Zum Börsenschluss am Freitag, 24. Mai 2019

 

Tatsache war, dass er [Charles-François-Bienvenu Myriel Bischof von Digne] Missfallen erregt hatte. Nebst andern absonderlichen Bemerkungen soll ihm einmal abends bei einem seiner angesehensten Kollegen die Äußerung entschlüpft sein: „Welch schöne Uhren! Welch prächtige Teppiche und Livreen! Das muss einen stören. Ich möchte nicht immer hören, wie mir all dieser Überfluss in die Ohren schreit: ‚Es gibt Menschen, die hungern, und Menschen, die frieren! Es gibt Arme!‘“

Victor Hugo ( 22. Mai 1885, französischer Schriftsteller), aus: „Die Elenden“ (1862), Erster Teil, Erstes Buch

 

Seit wenigen Wochen bietet Porsche das neue 911 Cabriolet an. Der Basispreis für den Carrera S liegt bei 134.405 Euro, der des Carreras 4S bei 142.259 Euro. Bis Ende des Jahres kündigt das Unternehmen eine Sparversion an. Der Einstiegspreis soll dann nur noch bei rund 120.000 Euro liegen.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 17. Mai 2019

 

Um zweierlei bitte ich dich,
versag es mir nicht, bevor ich sterbe:
Falschheit und Lügenwort halt fern von mir;
gib mir weder Armut noch Reichtum.

Sprüche 30,7-8a

 

Wie ein VW-Sprecher am 3. Mai 2019 auf Anfrage mitteilte, zahlt Volkswagen die vor drei Jahren wegen des Abgas-Skandals auf Eis gelegten Boni an die Konzernspitze aus. Im Mai erhalten laut VW Ex-Konzernchef Matthias Müller gut 1,3 Millionen Euro, der frühere Einkaufschef Francisco Javier Garcia Sanz rund 1,1 Millionen Euro, Traton-Chef Andreas Renschler knapp eine Million Euro, Konzernchef Herbert Diess rund 540.000 Euro und Finanzchef Frank Witter rund 250.000 Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 10. Mai 2019

 

Wir Arbeiter sind endlich müde, für die Faulenzer zu arbeiten, in Entbehrung zu leiden, während andere im Überfluss schwelgen. (…) Wir wollen frei werden und wollen, dass alle Menschen so leben wie wir, dass keiner besser und keiner schlechter bedacht werde als der andere, sondern sich alle in die gesamten Lasten, Mühen, Freuden und Genüsse teilen, das heißt in Gemeinschaft leben.

Aus der Erklärung des „Bundes der Gerechten“, eines Vorläufers und der Keimzelle der späteren sozialistischen und kommunistischen Parteien Europas und der Welt (der „Bund der Gerechten“ ging 1836 auf Initiative des Schneidergesellen und ersten deutschen Theoretikers des Kommunismus, Wilhelm Weitling, in Paris aus dem dort schon seit 1834 bestehenden Bund der Geächteten hervor)

 

Laut einer am 7. Mai 2019 veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stieg das Realeinkommen der privaten Haushalte in Deutschland im Zeitraum von 1991 bis 2016 um durchschnittlich 18 Prozent. Gleichzeitig habe jedoch auch die Einkommensungleichheit zugenommen: Bei den zehn Prozent der Bevölkerung, die am meisten verdienten, nahm das Einkommen laut der Studie zwischen 1991 und 2016 um 35 Prozent zu. Bei dem Zehntel, das am wenigsten verdiente, sei das Einkommen dagegen sogar um acht Prozent gesunken.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 3. Mai 2019

 

Wer weiß, dass genug genug ist, hat immer genug.

Laotse (chinesischer Philosoph, 6. Jahrhundert v. Chr.)

 

Die Aufsichtsratsvorsitzenden der Dax-Konzerne haben 2018 so viel Geld erhalten wie nie zuvor. Ihre durchschnittliche Gesamtvergütung ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent gestiegen und erreichte damit den Rekordwert von 424.000 Euro, wie aus einer am 29. April 2019 in Frankfurt veröffentlichten Auswertung des Beratungsunternehmens HKP hervorgeht. Spitzenverdiener war den Angaben zufolge erneut Paul Achleitner (Deutsche Bank) mit gut 858.000 Euro. Es folgten Norbert Reithofer (BMW) und Gerd Krick (Fresenius) mit je 640.000 Euro sowie Hans Dieter Pötsch (BW) mit 584.500 Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 26. April 2019

 

Wir müssen ein neues System schaffen, das die Harmonie mit der Natur und zwischen den Menschen wiederherstellt. Gleichgewicht mit der Natur kann es nur geben, wenn es Gleichheit zwischen den Menschen gibt.

Aus der Erklärung der Weltkonferenz über den Klimawandel und die Rechte der Mutter Erde vom 20. bis 22. April 2010 in Cochabamba (Bolivien)

 

Formal-1-Rennfahrer Sebastian Vettel, Deutschlands bestbezahlter Sportler, verdiente im Jahr 2018 mit 37,13 Millionen Euro 2065 Mal den gesetzlichen Mindestlohn eines Vollzeitbeschäftigten in Deutschland; dieser betrug im vergangenen Jahr 17.976 Euro. (Quelle: Frankfurter Rundschau vomn 26. März 2019, Seite 1)

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Zum Börsenschluss am Donnerstag, 18. April 2019

 

Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag

Zweitausend Jahre sind es fast,
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!

Du sahst Gewalt und Polizei.
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wusstest, wie das Elend tut,
und wolltest alle Menschen gut,
damit es schöner werde!

Du warst ein Revolutionär
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!

Du kämpftest tapfer gegen sie
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.

Die Menschen wurden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst. Und alles blieb
beim Alten.

Erich Kästner (1899-1974 deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Verfasser von Texten für das Kabarett)

 

„Nach wie vor ist Deutschland ein Land, in dem die privaten Vermögen ungleich verteilt sind“, heißt es in einer Studie zur Vermögenssituation deutscher Haushalte, die die Deutsche Bundesbank am 15. April 2019 veröffentlichte. Im Durchschnitt besaßen die deutschen Haushalte im Jahr 2017 ein Nettovermögen von knapp 233.000 Euro. Die Hälfte aller Haushalte verfügte allerdings über weniger als 71.000 Euro (Medianwert). Um zu den zehn Prozent der vermögendsten Haushalte in Deutschland zu gehören, waren im Jahr 2017 den Angaben zufolge gut 555.400 Euro nötig, knapp achtmnal so viel wie der Median.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 12. April 2019

 

Tanto es lo de más como lo de menos.
Zu viel zu haben ist genauso schlimm wie zu wenig zu haben.

Aus: Miguel de Cervantes Saavedra, Der geistvolle Hidalgo Don Quijote von der Mancha (1615), Teil 2, Kapitel 4

 

Laut der von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am 10. April 2019 veröffentlichten Dividendenstudie 2019 schütten die deutschen Aktiengesellschaften in diesem Jahr die Rekordsumme von mehr als 57 Milliarden Euro aus, 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Platz eins liegt der Versicherungskonzern Allianz, der 3,8 Milliarden Euro verteilt, ein Plus von 12,5 Prozent.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 5. April 2019

 

True compassion is more than flinging a coin to a beggar. It comes to see that an edifice which produces beggars needs restructuring. A true revolution of values will soon look uneasily on the glaring contrast of poverty and wealth.

Wahre Solidarität ist mehr als die Münze, die man dem Bettler hinwirft; sie ist nicht so zufällig und gedankenlos. Sie kommt zu der Einsicht, dass ein Haus, das Bettler hervorbringt, umgebaut werden muss. Eine echte Revolution der Werte wird den schreienden Gegensatz von Armut und Reichtum sehr bald mit großer Unruhe betrachten.

Aus der Rede Martin Luther Kings in der New Yorker Riverside Church vom 4. April 1967, ein Jahr vor seiner Ermordung

 

Wie aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Bank hervorgeht, hat der ehemalige Chef der Deutschen Bank, John Cryan, für seinen Abschied eine Abfindung von knapp 8,7 Millionen Euro erhalten. Sein Nachfolger Christian Sewing hat laut Geschäftsbericht für seine Arbeit im vergangenen Jahr insgesamt 7 Millionen Euro bekommen. Spitzenverdiener im aktiven Vorstand der Deutschen Bank war 2018 der stellvertretende Vorstandschef und Leiter der Unternehmens- und Investmentbank, Garth Ritchie. Er bekam für das vergangene Jahr eine Gesamtvergütung von 8,6 Millionen Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 29. März 2019

 

Numquam parum est quod satis est.

Niemals ist zu wenig, was genug ist.

Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr.–65 n.Chr., römischer Philosoph und Schriftsteller), Epistulae morales 119,7

 

Wie aus einer am 25. März 2019 veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung HKP hervorgeht, sind die Bezüge der Chefs der 30 größten deutschen Konzerne von durchschnittlich 7,3 Millionen Euro im Jahr 2017 um 3,6 Prozent auf einen Durchschnitt von nun 7,5 Millionen Euro gestiegen. Neuer Rekordverdiener mit einer Gesamtvergütung von 23,45 Millionen Euro für 2017 ist der inzwischen abgetretene Vorstandsvorsitzende des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf, Stefan Heidenreich. Auf Platz zwei steht Allianz-Chef Oliver Bäte mit einer Gesamtvergütung von 10,33 Millionen Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 22. März 2019

 

Es ist die Gleichheit, die die Freiheit das Fliegen lehrt, während Freiheit ohne Mittel für ihren Gebrauch ein hohles Versprechen bleibt. Ich wünsche mir, in einem Land zu leben, in dem die Freien gleich und die Gleichen frei sind.

Wolfgang Nešković (* 1948, deutscher Politiker und ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof)

 

Laut einem aktuellen Inserat wird die Neverland-Ranch des verstorbenen Pop-Stars Michael Jackson für 31 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) angeboten (sechs Jahre nach Jacksons Tod war das weitläufige Anwesen noch für 100 Millionen Dollar auf den Markt gekommen). Die Ranch umfasst ein Wohngebäude mit etwas über 1.100 Quadratmetern. Das dazugehörige Gelände um die Villa beläuft sich auf gigantische 1092 Hektar. Es hat einen eigenen See mit Wasserfall und mehrere Tennisplätze.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 15. März 2019

 

Die emanzipatorische Grundforderung der Befreiung des Menschen, weiblich wie männlich, und die soziale Gleichheit aller Menschen steht so lange auf der Tagesordnung, bis sie eingelöst ist.

Jutta Ditfurth (* 1951, deutsche Sozialwissenschaftlerin, Publizistin und Politikerin)

 

Nach seinem Wechsel an die VW-Konzernspitze hat Herbert Diess deutlich mehr Geld verdient. Die Zuwendungen für den Vorstandschef beliefen sich 2018 auf rund 8,2 Millionen Euro, wie aus dem am 12. März 2019 in Wolfsburg vorgestellten Geschäftsbericht hervorgeht. Im Jahr zuvor hatte Diess als Markenvorstand von Volkswagen-Pkw 5,6 Millionen Euro verdient. Der VW-Konzern reformierte zum Geschäftsjahr 2017 sein System zur Bestimmung der Vorstandsgehälter. Seitdem gibt es für den Vorstandschef eine Höchstgrenze von 10 Millionen Euro, für Vorstandsmitglieder von 5,5 Millionen Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 8. März 2019

 

Nicht vom Geben, sondern vom Behalten werden wir krank.

Afrikanisches Sprichwort

 

Auf dem diesjährigen Genfer Autosalon vom 7. bis 17. März 2019 wird mit dem Coupé „La Voiture Noire“ der VW-Tochter Bugatti der – laut Hersteller – teuerste Neuwagen aller Zeiten präsentiert: Das 16 Millionen Euro teure Einzelstück ist bereits verkauft.
Der schwedische Supersportwagen-Spezialist Koenigsegg will maximal 125 Exemplare des in Genf präsentierten Models „Jesko“ fertigen, zum Preis ab drei Millionen Dollar pro Stück.
Das italienische Designhaus Pininfarina präsentiert das Modell „Battista“, von dem ab 2020 150 Exemplare gebaut werden sollen, zu Preisen zwischen 1,75 und 2,2 Millionen Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 1. März 2019

 

„Nicht nur Armut, auch Reichtum muss ein Thema der politischen Debatte sein.“

Aus dem unter dem Titel „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“ am 28. Februar 1997 veröffentlichten „Wort des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland“ (Sozialwort); Nr. 24 und 220

 

Hier kann die aktuelle Höhe des privaten Geldvermögens in Deutschland abgefragt werden.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 22. Februar 2019

 

Die Schönheit einer Stadt liegt nicht in ihren Museen, nicht in ihren Theatern und Parkanlagen, ja nicht einmal in ihren Kathedralen. Die wahre Schönheit, die wahre Größe einer Stadt besteht vor Gott und den Menschen darin, dass sie frei ist von Elendsquartieren und Obdachlosen.

Abbé Pierre († 22. Januar 2007, französischer katholischer Priester und Kapuziner) in einer seiner berühmt gewordenen Reden

 

Für 2018 erhielt Daimler-Chef Dieter Zetsche gut 5,9 Millionen Euro nach 8,6 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, den die Daimler AG am 15. Februar 2019 vorgelegt hat. 2016 hatte Zetsche 7,6 Millionen Euro verdient, im Jahr davor 9,7 Millionen.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 15. Februar 2019

 

In einem Staate, der nicht in den schwersten Krankheitszustand verfallen soll (…), soll sich ebenso wenig bei einer Anzahl von Mitgliedern eine krasse Armut finden als ein krasser Reichtum; denn jedes davon erzeugt das andere.

Platon (428/427–348/347 v. Chr., antiker griechischer Philosoph), aus „Nomoi“ (Gesetze), Fünftes Buch

 

Dieter Zetsche wird nach seinem Abschied als Daimler-Chef jährlich mindestens 1,05 Millionen Euro Ruhegehalt bekommen. Darüber hinaus habe der Vorstandsvorsitzende einen Anspruch auf einen jährlichen Kapitalbaustein aus dem aktuellen Altersvorsorgesystem. Das könnte zu einer zusätzlichen jährlichen Rente von etwa 500.000 Euro führen, wie ein Daimler-Sprecher sagte. Das wären dann – pro Tag! – knapp 4250 Euro.

Einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge können 58 Prozent der Berufstätigen aus den Jahrgängen 1948 bis 1957 ihren Lebensstandard mit den bis 2012 erworbenen Anwartschaften der gesetzlichen und betrieblichen Renten im Ruhestand nicht aufrechterhalten. Im Schnitt erhielten sie monatlich 1230 Euro, woraus sich im Mittel eine Versorgungslücke von 700 Euro pro Monat ergibt.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 8. Februar 2019

 

„Für eine gerechte Welt. Ohne Armut.“ Und ohne Reichtum.

Von uns ergänztes Motto von Oxfam Deutschland

 

2018 hätten die 26 weltweit reichsten Milliardäre so viel Vermögen angehäuft wie die mit 3,8 Milliarden Menschen ärmere Hälfte der Menschheit, sagt die Entwicklungsorganisation Oxfam in ihrem traditionell zum Weltwirtschaftsforum in Davos erscheinenden Bericht zur sozialen Ungleichheit auf Basis verfügbarer Daten. 2017 bedurfte es dazu noch 44 Superreicher, vor zwei Jahren waren noch 49 Milliardäre nötig, um auf so viel Vermögen zu können wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Die Zahl der weltweiten Milliardäre habe sich in dieser Zeitspanne fast verdoppelt. Allein 2018 sei im globalen Maßstab rechnerisch jeden zweiten Tag ein Superreicher Milliardär geworden.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 1. Februar 2019

 

„Für eine gerechte Welt. Ohne Armut.“ Und ohne Reichtum.

Von uns ergänztes Motto von Oxfam Deutschland

 

Das reichste Prozent der Deutschen verfüge im Jahresvergleich unvermindert über ebenso viel Vermögen wie die 87 ärmeren Prozent der Bevölkerung,  wie die Entwicklungsorganisation Oxfam in ihrem traditionell zum Weltwirtschaftsforum in Davos erscheinenden Bericht zur sozialen Ungleichheit ausführt. Die Vermögen deutscher Milliardäre seien im Jahr 2018 um ein Fünftel gewachsen, während fast jeder sechste Deutsche als von Einkommensarmut betroffen gelte; jedes fünfte Kind in Deutschland gelte als arm.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 25. Januar 2019

 

„Für eine gerechte Welt. Ohne Armut.“ Und ohne Reichtum.

Von uns ergänztes Motto von Oxfam Deutschland

 

Die Kluft zwischen Arm und Reich in der Welt hat der Entwicklungsorganisation Oxfam zufolge im vergangenen Jahr weiter dramatisch zugenommen. Um zwölf Prozent seien die Vermögen aller 1892 Milliardäre weltweit gestiegen, während die der ärmeren Hälfte der Menschheit um elf Prozent abgenommen hätten, wie Oxfam in ihrem traditionell zum Weltwirtschaftsforum in Davos erscheinenden Bericht zur sozialen Ungleichheit ausgerechnet hat. Demnach hätten Milliardäre 2018 in der Summe täglich umgerechnet durchschnittlich 2,19 Milliarden Euro dazugewonnen, die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung dagegen pro Tag eine halbe Milliarde Dollar verloren.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 18. Januar 2019

 

True compassion is more than flinging a coin to a beggar. It comes to see that an edifice which produces beggars needs restructuring. A true revolution of values will soon look uneasily on the glaring contrast of poverty and wealth.

Wahre Solidarität ist mehr als die Münze, die man dem Bettler hinwirft; sie ist nicht so zufällig und gedankenlos. Sie kommt zu der Einsicht, dass ein Haus, das Bettler hervorbringt, umgebaut werden muss. Eine echte Revolution der Werte wird den schreienden Gegensatz von Armut und Reichtum sehr bald mit großer Unruhe betrachten.

Martin Luther King (19291968, US-amerikanischer Baptistenpastor und Bürgerrechtler, gilt als einer der herausragendsten Vertreter im gewaltfreien Kampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit); am 21. Januar 2019 (immer am dritten Montag im Januar) wird in den USA zum Gedenken an den Geburtstag Martin Luther Kings am 15. Januar 1929 der Martin Luther King Day begangen

 

Die Menschen in Deutschland sind in der Summe so vermögend wie nie zuvor: Wie die Deutsche Bundesbank am 16. Januar 2019 mitteilte, stieg das Geldvermögen der Privathaushalte im dritten Quartal 2018 erstmals über die Marke von sechs Billionen Euro auf den Rekordwert von 6053 Milliarden Euro. Das sind pro Haushalt ca. 146.000 Euro. Allerdings sind die Privatvermögen in Deutschland sehr ungleich verteilt.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 11. Januar 2019

 

Um zweierlei bitte ich dich,
versag es mir nicht, bevor ich sterbe:
Falschheit und Lügenwort halt fern von mir;
gib mir weder Armut noch Reichtum.

Sprüche 30,7-8a

 

Apple-Vorstandschef Tim Cook hat das zweite Jahr in Folge seine Einnahmen gesteigert: 2018 bekam er 15,7 Millionen US-Dollar (13,7 Millionen Euro) und damit 22 Prozent mehr Geld als im Vorjahr, wie Apple mitteilte.

Informationen zur Gesamtthematik finden Sie hier.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 4. Januar 2019

 

In der Existenzweise des Habens findet der Mensch sein Glück in der Überlegenheit gegenüber anderen, in seinem Machtbewusstsein und in letzter Konsequenz in seiner Fähigkeit, zu erobern, zu rauben und zu töten. In der Existenzweise des Seins liegt es im Lieben, Teilen, Geben.

Erich Fromm (1900–1980, Psychoanalytiker und Philosoph)

 

Am 28. November 2018, dem Vorabend der Los Angeles Auto Show, wenige Wochen vor dem Verkaufsstart, wurde die achte Generation des Porsche 911 vorgestellt. Der Carrera S wird rund 120.000 Euro, die Allrad-Version 4S mindestens 128.000 Euro kosten.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 28. Dezember 2018

 

Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag

Zweitausend Jahre sind es fast,
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!

Du sahst Gewalt und Polizei.
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wusstest, wie das Elend tut,
und wolltest alle Menschen gut,
damit es schöner werde!

Du warst ein Revolutionär
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!

Du kämpftest tapfer gegen sie
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.

Die Menschen wurden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst. Und alles blieb
beim Alten.

Erich Kästner (1899-1974, deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Verfasser von Texten für das Kabarett)

 

Die Klasse der Ultrareichen wächst rasant: Ende 2017 besaßen 2754 Personen auf der Welt ein Vermögen von mindestens einer Milliarde US-Dollar; 275 Personen verfügten über fünf bis zehn Milliarden, 108 über zehn bis 25 Milliarden, 21 über 25 bis 50 Milliarden und zehn Personen über 50 Milliarden US-Dollar und mehr.  (Quelle: manager magazin Reichstenheft Oktober 2018)

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Zum Börsenschluss am Freitag, 21. Dezember 2018

 

Heilige Nacht

So war der Herr Jesus geboren
Im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
Den Reichen war’s warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
Die Mutter war eine Magd.
Sie haben kein Geld nicht besessen,
Sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
Sie waren von Herzen froh,
Daß sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh.

Die Engel, die haben gesungen,
Daß wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
Und haben es angesehn.

Die Hirten, die will es erbarmen,
Wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G’schicht’ für die Armen,
Kein Reicher war nicht dabei.

Ludwig Thoma (1867-1921, bayerischer Schriftsteller)

 

„Nie zuvor gab es in Deutschland so viele Milliardenvermögen. Auf 200 Individuen und familiäre Verbünde ist ihre Zahl in diesem Jahr gestiegen. 2001, als manager magazin ihre Zahl erstmals schätzte, waren es gerade mal 69.“ (manager magazin Reichstenheft Oktober 2018)

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Zum Börsenschluss am Freitag, 14. Dezember 2018

 

Imagine no possessions
I wonder if you can…

Stell dir vor, es gäbe keinen Besitz mehr.
Ich frage mich, ob du das kannst…

John Lennon (britischer Musiker, Komponist, Autor und Friedensaktivist, am 8. Dezember 1980 vor seinem Appartementhaus in New York erschossen), aus: „Imagine“ (1971)

 

Am 12. Dezember 2018 heiratete Isha Ambani, die Tochter Mukesh Ambanis, des Vorstandsvorsitzenden der Petrochemiefirma Reliance Industries und mit einem geschätzten Vermögen von 47 Milliarden US-Dollar gegenwärtig reichsten Inders, Anand Piramal, der aus einer Familie von Grundstücksspekulanten kommt und über ein Guthaben von 4,7 bis 5,7 Milliarden US-Dollar verfügt. Die Ambanis mieteten in der Stadt Udaipur mehr als 1000 Luxuslimousinen an und charterten 40 bis 50 Jets, mit denen sie ihre Gäste einflogen. Vorsichtshalber halten die Ambanis die Hochzeitskosten geheim. An der Spitze liegt bisher der Bergwerkstycoon und Politiker Janardhana Reddy, der sich die Hochzeit seiner Tochter Brahmani 74 Millionen US-Dollar kosten ließ. Stahlbaron Mittal liegt mit 55 Millionen US-Dollar samt Feier im französischen Schloss von Versailles für die Hochzeit seiner Tochter auf Platz zwei.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 7. Dezember 2018

 

einfacher leben – einfach überleben – Leben entdecken

Motto der 1977 vom evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“ ausgerufenen „Aktion e“, die zu einer Veränderung des Lebensstils der reichen Nationen anregen wollte

 

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Finanzdienstleisters Bondora verdient der durchschnittliche deutsche Nationalspieler rund sechs Millionen Euro im Jahr (während das Jahreseinkommen einer durchschnittlichen Person in Deutschland bei etwa 43.000 Euro liegt). Spitzenverdiener sind Torwart Manuel Neuer und Stürmer Thomas Müller: Der FC Bayern München zahlt beiden geschätzt 15 Millionen Euro im Jahr.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 30. November 2018

 

„Hunger nach Gerechtigkeit“

Schwerpunktthema der 60. Aktion „Brot für die Welt“, die am 2. Dezember 2018 eröffnet wird

 

„Jeder neunte Mensch hungert und hat kein sauberes Trinkwasser. Millionen leben in Armut, werden verfolgt, gedemütigt oder ausgegrenzt. Die einen bauen ihren Wohlstand auf Kosten anderer aus. Das soll und muss nicht sein! Es ist genug für alle da, wenn wir gerecht teilen.“ (Aus dem Aufruf zur 60. Aktion „Brot für die Welt“)

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Zum Börsenschluss am Freitag, 23. November 2018

 

Wir werden alles dafür tun, dass die Verantwortlichen unserer Regierung und unserer öffentlichen Dienste solche Gesetze, Strukturen und gesellschaftlichen Institutionen schaffen und wirksam werden lassen, die für Gerechtigkeit, Gleichheit und gesamtmenschliche harmonische Entwicklung jedes Menschen und aller Menschen notwendig sind. Dadurch soll eine neue Gesellschaftsordnung entstehen, die der Würde der Menschen- und Gotteskinder entspricht (vgl. Apg 2,44f.; 4,32–35; 5,4; 2 Kor 8,1–15 und 2 Kor 9,6–7).

Die zehnte von 13 Verpflichtungen des sogenannten Katakombenpakts (Übersetzung: Norbert Arntz)

 

Das US-Magazin „Forbes“ hat kürzlich seine Liste der bestverdienenden Musikerinnen veröffentlicht. Zusammengenommen haben die zehn Frauen auf der Liste im vergangenen Jahr rund 500 Millionen US-Dollar verdient. Auf Platz eins steht die Sängerin Katy Perry. Sie verdiente laut dem Magazin zwischen Juni 2017 und Juni 2018 insgesamt 83 Millionen Dollar. Auf Platz zwei liegt Taylor Swift mit einem Jahreseinkommen von 80 Millionen Dollar. Mit 60 Millionen Dollar Jahreseinkommen folgt die Sängerin Beyoncé auf Platz drei. Die deutsche Sängerin Helene Fischer belegt Platz acht. Nach „Forbes“-Schätzungen kommt sie auf ein Jahreseinkommen von 32 Millionen Dollar.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 16. November 2018

 

Im Bewusstsein der Verpflichtung zu Gerechtigkeit und Liebe sowie ihres Zusammenhangs werden wir darangehen, die Werke der „Wohltätigkeit” in soziale Werke umzuwandeln, die sich auf Gerechtigkeit und Liebe gründen und alle Frauen und Männer gleichermaßen im Blick haben. Damit wollen wir den zuständigen staatlichen Stellen einen bescheidenen Dienst erweisen (vgl. Mt 25,31–46; Lk 16,12–14 und 19–31).

Die neunte von 13 Verpflichtungen des sogenannten Katakombenpakts (Übersetzung: Norbert Arntz)

 

„Die 1001 größten Vermögen Deutschlands – von 90 Millionen bis 34 Milliarden Euro.“ Aus dem Inhaltsverzeichnis des im Oktober 2018 erschienenen Sonderhefts „Die 1001 reichsten Deutschen“ des manager magazin. 939 dieser reichsten Einzelpersonen bzw. Familien besitzen danach ein Vermögen von mindestens 100 Millionen Euro, 159 von mindestens einer Milliarde Euro und zehn von mindestens zehn Milliarden Euro.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 9. November 2018

 

Wir verzichten ein für alle Mal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung (teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Metall – weder Gold noch Silber – gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen (vgl. Mk 6,9; Mt 10,9; Apg 3,6).

Die zweite von 13 Verpflichtungen des sogenannten Katakombenpakts „Für eine dienende und arme Kirche“, den 40 Bischöfe der römisch-katholischen Kirche am 16. November 1965, drei Wochen vor dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils, in den Domitilla-Katakomben außerhalb Roms beschlossen (Übersetzung: Norbert Arntz)

 

Wer arm ist, bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit arm. Wer reich ist, bleibt reich. Und das dauerhaft. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Wie die Stiftung am 5. November 2018 in Berlin mitteilte, nahm der Anteil der Haushalte unter der Armutsgrenze deutlich zu. Gleichzeitig sei die Zahl der Haushalte gestiegen, die über der statistischen Reichtumsgrenze liegen. Als arm gilt ein Haushalt, der weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. 2015 lag die Armutsgrenze bei einem Netto-Jahreseinkommen von weniger als 12.192 Euro für einen Singlehaushalt. Als reich werden Haushalte bezeichnet, die mindestens das Doppelte des mittleren Einkommens erzielen. Nach dieser Definition gilt etwa ein Alleinstehender als reich, der im Jahr mindestens über 40.639 Euro netto verfügt. Seien in der 90er Jahren rund elf Prozent der Menschen in Deutschland einkommensarm gewesen, sei die Quote auf knapp 16,8 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. Der Anteil der Bevölkerung in einkommensreichen Haushalten sei von 5,6 Prozent Anfang der 90er Jahre auf knapp 7,5 Prozent im Jahr 2015 gestiegen.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 2. November 2018

 

Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt.
Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.

Erster und letzter Vers des Liedes „Selig seid ihr“ von Friedrich Karl Barth und Peter Horst (1979)

 

Die Dollar-Milliardäre rund um den Globus werden immer mehr und immer reicher. Die Vermögen der reichsten Menschen der Welt kletterten im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf die Rekordsumme von 8,9 Billionen Dollar. Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Großbank UBS hervor, die am 26. Oktober 2018 veröffentlicht wurden. Dieses gewaltige Vermögen verteilt sich demnach auf 2158 Männer und Frauen, die damit im Schnitt auf ein Vermögen von 4,1 Milliarden Dollar kommen. Im Vorjahr lag die weltweite Zahl der Milliardäre auf der inzwischen erweiterten Datenbasis bei 1979. Auch in Deutschland ist die Zahl der Milliardäre binnen Jahresfrist weiter gewachsen: von 117 auf 123.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 26. Oktober 2018

 

Gleichheit ist immer der Probestein der Gerechtigkeit, und beides macht das Wesen der Freiheit aus.

Johann Gottfried Seume (1763–1810, deutscher Schriftsteller und Dichter)

 

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die Einkommen von mehr als einer Million Euro im Jahr versteuern, ist bis 2014 auf 17.192 gestiegen. Sie liegt damit doppelt so hoch wie im Jahr 2004. Das geht aus Angaben der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser hervor, wie die Frankfurter Rundschau am 23. Oktober 2018 berichtete. Generell zeigt die Statistik, dass die Reichen in Deutschland immer reicher werden und die Kluft zu den Menschen mit niedrigen Einkommen wächst. Die zehn Prozent mit den höchsten Einkommen in Deutschland verfügten im Jahr 2015 über 23,4 Prozent, die zehn Prozent mit den geringsten Einkommen hingegen nur über 3,3 Prozent der gesamten Einkommen. Die Angaben beziehen sich auf die Lohn- und Einkommenssteuerstatistik des Statistischen Bundesamts. Neuere Zahlen sind nicht verfügbar.

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Beispiele für das Jahr 2017/2018 finden Sie hier.


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