Der Skandal des Reichtums (16. November 2018)

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Selig sind die Armen (die, die nicht mehr haben, als sie wirklich brauchen),
ihrer ist das Reich Gottes.

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,
als dass ein Reicher ins Reich Gottes gelangt.

Jesus von Nazaret

 

In einer Welt, die nach den Spielregeln des Reiches Gottes eingerichtet ist,
in einer Welt, in der die Menschen weltverbunden leben,
steht jedem Menschen zur Verfügung, was er zum Leben braucht – nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Es ist eine Welt, in der niemand mehr arm zu sein braucht und in der niemand mehr reich sein möchte.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 16. November 2018

 

Im Bewusstsein der Verpflichtung zu Gerechtigkeit und Liebe sowie ihres Zusammenhangs werden wir darangehen, die Werke der „Wohltätigkeit” in soziale Werke umzuwandeln, die sich auf Gerechtigkeit und Liebe gründen und alle Frauen und Männer gleichermaßen im Blick haben. Damit wollen wir den zuständigen staatlichen Stellen einen bescheidenen Dienst erweisen (vgl. Mt 25,31–46; Lk 16,12–14 und 19–31).

Die neunte von 13 Verpflichtungen des sogenannten Katakombenpakts (Übersetzung: Norbert Arntz)

 

„Die 1001 größten Vermögen Deutschlands – von 90 Millionen bis 34 Milliarden Euro.“ Aus dem Inhaltsverzeichnis des im Oktober 2018 erschienenen Sonderhefts „Die 1001 reichsten Deutschen“ des manager magazin. 939 dieser reichsten Einzelpersonen bzw. Familien besitzen danach ein Vermögen von mindestens 100 Millionen Euro, 159 von mindestens einer Milliarde Euro und zehn von mindestens zehn Milliarden Euro.

 

Informationen zur Gesamtthematik finden Sie hier.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 9. November 2018

 

Wir verzichten ein für alle Mal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung (teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Metall – weder Gold noch Silber – gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen (vgl. Mk 6,9; Mt 10,9; Apg 3,6).

Die zweite von 13 Verpflichtungen des sogenannten Katakombenpakts „Für eine dienende und arme Kirche“, den 40 Bischöfe der römisch-katholischen Kirche am 16. November 1965, drei Wochen vor dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils, in den Domitilla-Katakomben außerhalb Roms beschlossen (Übersetzung: Norbert Arntz)

 

Wer arm ist, bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit arm. Wer reich ist, bleibt reich. Und das dauerhaft. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Wie die Stiftung am 5. November 2018 in Berlin mitteilte, nahm der Anteil der Haushalte unter der Armutsgrenze deutlich zu. Gleichzeitig sei die Zahl der Haushalte gestiegen, die über der statistischen Reichtumsgrenze liegen. Als arm gilt ein Haushalt, der weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. 2015 lag die Armutsgrenze bei einem Netto-Jahreseinkommen von weniger als 12.192 Euro für einen Singlehaushalt. Als reich werden Haushalte bezeichnet, die mindestens das Doppelte des mittleren Einkommens erzielen. Nach dieser Definition gilt etwa ein Alleinstehender als reich, der im Jahr mindestens über 40.639 Euro netto verfügt. Seien in der 90er Jahren rund elf Prozent der Menschen in Deutschland einkommensarm gewesen, sei die Quote auf knapp 16,8 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. Der Anteil der Bevölkerung in einkommensreichen Haushalten sei von 5,6 Prozent Anfang der 90er Jahre auf knapp 7,5 Prozent im Jahr 2015 gestiegen.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 2. November 2018

 

Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt.
Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.

Erster und letzter Vers des Liedes „Selig seid ihr“ von Friedrich Karl Barth und Peter Horst (1979)

 

Die Dollar-Milliardäre rund um den Globus werden immer mehr und immer reicher. Die Vermögen der reichsten Menschen der Welt kletterten im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf die Rekordsumme von 8,9 Billionen Dollar. Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Großbank UBS hervor, die am 26. Oktober 2018 veröffentlicht wurden. Dieses gewaltige Vermögen verteilt sich demnach auf 2158 Männer und Frauen, die damit im Schnitt auf ein Vermögen von 4,1 Milliarden Dollar kommen. Im Vorjahr lag die weltweite Zahl der Milliardäre auf der inzwischen erweiterten Datenbasis bei 1979. Auch in Deutschland ist die Zahl der Milliardäre binnen Jahresfrist weiter gewachsen: von 117 auf 123.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 26. Oktober 2018

 

Gleichheit ist immer der Probestein der Gerechtigkeit, und beides macht das Wesen der Freiheit aus.

Johann Gottfried Seume (1763–1810, deutscher Schriftsteller und Dichter)

 

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die Einkommen von mehr als einer Million Euro im Jahr versteuern, ist bis 2014 auf 17.192 gestiegen. Sie liegt damit doppelt so hoch wie im Jahr 2004. Das geht aus Angaben der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser hervor, wie die Frankfurter Rundschau am 23. Oktober 2018 berichtete. Generell zeigt die Statistik, dass die Reichen in Deutschland immer reicher werden und die Kluft zu den Menschen mit niedrigen Einkommen wächst. Die zehn Prozent mit den höchsten Einkommen in Deutschland verfügten im Jahr 2015 über 23,4 Prozent, die zehn Prozent mit den geringsten Einkommen hingegen nur über 3,3 Prozent der gesamten Einkommen. Die Angaben beziehen sich auf die Lohn- und Einkommenssteuerstatistik des Statistischen Bundesamts. Neuere Zahlen sind nicht verfügbar.

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Beispiele für das Jahr 2017/2018 finden Sie hier.


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