Der Skandal des Reichtums (15. November 2019)

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Selig sind die Armen (die, die nicht mehr haben, als sie wirklich brauchen),
ihrer ist das Reich Gottes.

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,
als dass ein Reicher ins Reich Gottes gelangt.

Jesus von Nazaret

 

In einer Welt, die nach den Spielregeln des Reiches Gottes eingerichtet ist,
in einer Welt, in der die Menschen weltverbunden leben,
steht jedem Menschen zur Verfügung, was er zum Leben braucht – nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Es ist eine Welt, in der niemand mehr arm zu sein braucht und in der niemand mehr reich sein möchte.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 15. November 2019

 

Wir verzichten ein für alle Mal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung (teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Metall – weder Gold noch Silber – gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen (vgl. Mk 6,9; Mt 10,9; Apg 3,6).

Die zweite von 13 Verpflichtungen des sogenannten Katakombenpakts „Für eine dienende und arme Kirche“, den 40 Bischöfe der römisch-katholischen Kirche am 16. November 1965, drei Wochen vor dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils, in den Domitilla-Katakomben außerhalb Roms beschlossen (Übersetzung: Norbert Arntz)

 

Laut der „Washington Post“ kassierte Boeing-Chef Dennis Muilenburg im Jahr 2018 ein Gehalt von 30 Millionen Dollar. Zum fixen Jahresgehalt von 1,7 Millionen Dollar kamen üppige Bonus-Zahlungen.

 

Informationen zur Gesamtthematik finden Sie hier.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 8. November 2019

 

Martinus hatte eine rohgezimmerte Zelle, ebenso auch viele seiner Brüder. Manche hatten den Fels des überhängenden Berges ausgehöhlt und sich so eine Wohnstätte geschaffen. Es waren ihrer gegen achtzig Jünger. Diese suchten sich nach dem Vorbild des heiligen Meisters zu bilden. Keiner besaß dort Eigentum, alles war Gemeingut. (Nemo ibi quicquam proprium habebat, omnia in medium conferebantur.) Keiner durfte etwas kaufen oder verkaufen, wie dies bei den Mönchen vielfach üblich ist.

Sulpicius Severus, Vita sancti Martini (Das Leben des heiligen Martin), 10,4-6 [Das Datum des Martinstages am 11. November ist von der Grablegung des Bischofs Martin von Tours am 11. November 397 abgeleitet]

 

Laut einer am 2. Oktober 2019 veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind die Vermögen in Deutschland sehr ungleich verteilt. Demnach besitzen die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung den aktuellen Zahlen zufolge mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens (56 Prozent). Die ärmere Hälfte der Bevölkerung über 17 Jahren hat dagegen nur einen Anteil von 1,3 Prozent des Gesamtvermögens. Das oberste eine Prozent besitzt 18 Prozent des Gesamtnettovermögens – so viel wie die unteren 75 Prozent zusammen.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 1. November 2019

 

Es schickt sich nicht, dass einer aufgrund der Arbeit des anderen müßiggehe, reich sei und gut lebe, während ein anderer übel lebt, wie jetzt der verkehrte Missbrauch ist. Denn Sankt Paulus sagt: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Es ist niemandem von Gott verordnet, von den Gütern der anderen zu leben.

Martin Luther (1483 – 1546, zentrale Persönlichkeit der Reformation)

 

Unter dem Titel „Purer Luxus“ geht eine Ausstellung vom 11. September 2019 bis 13. April 2020 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig dem Phänomen Luxus und seinen sich verändernden Bedeutungen nach. In sieben Themenbereichen erzählt sie Geschichten vom Wandel des Luxus-Begriffs in Deutschland seit 1945. Von begehrten Gütern bis Schluss mit Luxus: Mit rund 400 Originalobjekten, Dokumenten, Filmen und Fotografien zeigt die Ausstellung Luxus als Traum, Leitbild und Lebensstil und stellt auch die Frage nach einer Gesellschaft ohne Luxus.

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Zum Börsenschluss am Freitag, 25. Oktober 2019

 

Gleichheit ist immer der Probestein der Gerechtigkeit, und beides macht das Wesen der Freiheit aus.

Johann Gottfried Seume (1763–1810, deutscher Schriftsteller und Dichter)

 

Laut der am 10. Oktober 2019 veröffentlichten Reichenliste des chinesischen Magazins „Hurun“ bleibt Jack Ma, Gründer des chinesischen Internet-Konzern Alibaba, mit einem geschätzten Vermögen von 275 Milliarden Yuan (etwa 35 Milliarden Euro) reichster Mann Chinas. Auf dem zweiten Platz der „Hurun“-Liste folgt Ma Huateng vom Internetkonzern Tencent mit umgerechnet 33 Milliarden Euro. An dritter Stelle steht der Immobilienunternehmer Xu Jiayin mit umgerechnet 30,5 Milliarden Euro. Um auf die „Hurun“-Liste zu kommen, muss jemand zwei Milliarden Yuan, umgerechnet 254 Millionen Euro, besitzen. Insgesamt führt die aktuelle „Hurun“-Liste 192 Personen auf.

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Beispiele für das Jahr 2018/2019 finden Sie hier.


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