21.-23. Juli 2017: Studientagung in Eisenach

Thema:

„Die Reformation geht weiter!“
Wir feiern ein Reich-Gottes-Fest.
„Kommt, denn es ist schon bereit!“ (Lukas 14,17)

Tagungsort: Haus Hainstein, Am Hainstein 16, 99817 Eisenach

Direkt gegenüber der Wartburg, im Haus Hainstein in Eisenach, begeht die Ökumenische Initiative Reich Gottes – jetzt! das Reformationsjubiläum. Nach Wittenberg ist Eisenach wohl die bedeutendste Lutherstadt. „Keine Stadt kennt mich besser“, sagte Martin Luther über seine „liebe Stadt“ Eisenach. Hier hat der Reformator von 1498 bis 1501 die Lateinschule besucht, auf der Wartburg 1521 in wenigen Monaten das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Deutsche übersetzt. Während Martin Luther in Wittenberg die paulinische Rechtfertigungslehre neu für sich und seine Kirche entdeckte, könnte man die Wartburgstadt Eisenach als den Ort bezeichnen, in der das reformatorische Schriftprinzip seinen Anfang nahm: Sola scriptura – Maßstab kirchlicher Verkündigung ist „allein die Schrift“. Der Rekurs auf die ursprüngliche Aussageabsicht der biblischen Texte und Traditionen hat geradezu zwangsläufig die historisch-kritische Bibelexegese initiiert – ein bleibendes Glanzstück der Reformation.

Dieses Glanzstück ist wieder in den Blick zu nehmen! Die wissenschaftliche Bibelauslegung hat die ältesten Texte des Neuen Testaments wieder freigelegt, seinen Urgrund: die Botschaft Jesu von der Gegenwart des Reiches Gottes. Diesem wirklich jesuanischen Evangelium können wir uns nicht mehr entziehen. „Die Reformation geht weiter: Wir feiern ein Reich-Gottes-Fest“ lautet denn auch das Motto der Tagung. Mit dem Reich-Gottes-Fest in Eisenach möchte die Ökumenische Initiative Reich Gottes – jetzt! einen Kontrapunkt zu dem für den 31. Oktober 2017 in Wittenberg geplanten Christusfest setzen. Wir wollen feiern und uns freuen, dass wir diese Welt jetzt und hier als Reich Gottes wahrnehmen können: als den heiligen, göttlichen Zusammenhang, der uns birgt und in dem sich unsere Existenz entfaltet.

Als Referentin konnte Prof. Dr. Renate Wind (Heidelberg) gewonnen werden.

Weitere Informationen finden Sie im Einladungsflyer.

 


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