Reich-Gottes-Gottesdienst am 15.7.2011
in St. Jakob, 18 Uhr
„Reich Gottes – wo findet es sich?“
Vor dem Altar im Hauptschiff
Glocken
Musikstück
Votum
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist herbeigekommen.
Denkt um und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15)
Das Evangelium Jesu feiern wir in diesem Gottesdienst, seine frohe Botschaft, dass das Reich Gottes da ist, mitten unter uns, dass wir mitten in ihm leben und dass alle Menschen daran teilhaben sollen.
Lied Seht, Gottes Reich ist schon da in unsrer Welt
Ankommen
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, der die Liebe ist
und allem Lebendigen innewohnt.
Ich glaube an das Evangelium Jesu vom Reich Gottes hier und jetzt,
an die Kraft seiner Botschaft, zu heilen
und von allen Formen der Unterdrückung zu befreien.
Ich glaube an den Geist Gottes,
der in allen und durch alle wirkt,
die nach der Wahrheit trachten.
Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren
noch an die Kraft der Waffen
und die Macht der Unterdrückung.
Ich glaube an Menschenrechte,
an Solidarität unter allen Menschen,
an die Macht der Gewaltlosigkeit.
Ich glaube nicht an Rassismus noch an die Macht,
die aus Reichtum und Privilegien erwächst,
noch an irgendeine bestehende Ordnung,
die Menschen versklavt.
Ich glaube, dass alle Männer und Frauen
in gleicher Weise Mensch sind,
dass eine auf Gewalt und Ungerechtigkeit gegründete Ordnung
keine Ordnung ist.
Ich glaube nicht,
dass Krieg und Hungersnot unvermeidlich sind
und Frieden nie erreicht werden kann.
Ich glaube an die Schönheit der Einfachheit,
an Liebe mit offenen Händen,
an Frieden auf Erden. Amen.
Aus dem Glaubensbekenntnis der Weltversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen im Jahr 1990 in Seoul (Südkorea) für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Lied Da berühren sich Himmel und Erde
Übergang in den Chorraum
Überleitung
Lesung Gleichnis von der Einladung zum großen Gastmahl (Lukas 14,16-21a)
Ein Mensch veranstaltete ein großes Gastmahl,
lud viele dazu ein
und schickte, als es soweit war, seinen Diener aus,
der den Eingeladenen sagen sollte:
Kommt, denn es ist schon bereit!
Da fingen alle ohne Ausnahme an sich zu entschuldigen.
Der erste sagte zu ihm:
Ich habe einen Acker gekauft
und muss ihn unbedingt besichtigen gehen;
ich bitte dich: Betrachte mich als entschuldigt.
Der nächste sagte:
Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft
und bin gerade auf dem Weg,
um sie mir genauer anzusehen;
ich bitte dich: Betrachte mich als entschuldigt.
Der dritte sagte:
Ich habe geheiratet
und kann deshalb nicht kommen.
Der Diener kehrte zurück
und berichtete seinem Herrn davon.
Da wurde der Hausherr zornig
und sagte zu seinem Diener:
Geh schnell hinaus auf die Plätze und Straßen der Stadt
und bring die Armen hierher.“
Musikalisch begleiteter Übergang in den Chorraum
Lied Eingeladen zum Fest des Glaubens (Strophe 1+2)
Die Mahlfeier im Kontext der Reich-Gottes-Botschaft Jesu
Lassen wir uns daran erinnern,
dass Jesus die unterschiedlichsten Menschen
zu einer Tischgemeinschaft eingeladen hat
und schenken wir uns gegenseitig diese Gemeinschaft.
Tischgemeinschaft ist kein Gleichnis,
sondern symbolträchtige Handlung,
wenn wir nun Brot und Früchte miteinander teilen
und uns gegenseitig Wasser einschenken,
das kostbarste Lebensmittel.
Durch Wasser, Brot und Früchte empfangen wir
die Kraft zu einem neuen Leben,
werden befreit zur Freude, zur Einfachheit
und zur Barmherzigkeit.
Teilen wir untereinander die Zeichen für eine Welt,
in der wir Menschen im Frieden miteinander leben
und im Einklang mit unserer Mitwelt,
in der Lüge ein Fremdwort ist,
Tränen getrocknet werden
und niemand mehr lernt, Kriege zu führen,
in der alle das Leben haben
und es in Fülle haben.
Trotz und inmitten all dessen,
was uns von vielen Seiten bedrängt,
feiern wir das Reich Gottes.
Es ist mitten unter uns.
Amen.
Brot, Wasserkaraffen und Früchte werden zu den Tischen getragen
Essen und Trinken
Lied Eingeladen zum Fest des Glaubens (Strophe 3+4)
Inhaltlicher Impuls „Reich Gottes – wo findet es sich?“
Gespräch
Lied Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
Bekanntgaben
Kollekte
Sendung
Wir leben im Reich Gottes: Fülle und Frieden –
deswegen finden wir uns nicht ab mit Hunger und Krieg.
Wir leben im Reich Gottes: Hilfe und Freiheit –
deswegen finden wir uns nicht ab mit Drangsal und Tyrannei.
Wir leben im Reich Gottes: Glauben und Zuversicht –
deswegen finden wir uns nicht ab Zweifel und Verzweiflung.
Wir leben im Reich Gottes: Freude und Treue –
deswegen finden wir uns nicht ab mit Furcht und Verrat.
Wir leben im Reich Gottes: Liebe und Leben –
deswegen finden wir uns nicht ab mit Hass und gewaltsamem Tod.
Wir leben im Reich Gottes, wir haben an ihm teil –
Es ist mitten unter uns. Amen.
Lied Ich kenne Gottes Ruf
Segen
Gott segnet euch und ihr könnt ein Segen sein
für die Welt und alle Wesen der Erde.
Der Friede Gottes ist mit euch und geht von euch aus.
So bringt ihr Gottes Reich zum Leuchten. Amen.
Nachspiel
Bild: Marco Popp
