Die Initiative

Die „Ökumenische Initiative Reich Gottes – jetzt!“ ist ein Zusammenschluss von evangelisch-lutherischen, römisch-katholischen und altkatholischen Christen, aber auch von Menschen, die keiner christlichen Konfession (mehr) angehören. Sie plädiert für ein Christentum, das wieder an der Botschaft Jesu von der Gegenwart des Reiches Gottes anknüpft (Markus 1,15) und dieses jesuanische Evangelium entschlossen ins Zentrum von Theologie und Kirche rückt. Die Anfänge der Initiative gehen auf einen Aufsatz zurück, den Claus Petersen, promovierter Theologe und Pfarrer der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, in die „Baustelle Jesus“ der Zeitschrift Publik-Forum eingebracht hat und der im Jahr 2000 unter dem Titel: „Wie Jesus an das Reich Gottes glauben. Diese Erde ist Himmel, und sie kann es auch sein. Was die Kirche schaffen könnte, wenn sie von der ‚Christus-Rede’ abließe“ veröffentlicht worden ist. Daraufhin haben sich Leserinnen und Leser gemeldet und es wurde ein Treffen vereinbart, bei dem die Idee entstanden ist, eine Reich-Gottes-Initiative zu gründen.

Offiziell konstituierte sich die „Ökumenische Initiative Reich Gottes – jetzt!“ am 21. Juli 2002 auf einer Tagung in Stein (bei Nürnberg) und trat mit einem Positionspapier an die Öffentlichkeit, dessen programmatischer erster Satz lautet: „Wir wünschen uns eine Reform der Kirchen auf der Basis der Reich-Gottes-Botschaft des Jesus von Nazaret.“

Die Initiative veranstaltet in der Regel jährlich eine theologische Studientagung und präsentierte sich auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin (2003) und auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden (2011) auf dem Markt der Möglichkeiten.

Von 2003 bis 2005 lud die Initiative unter dem Titel „Heaven on Earth. Der andere Gottesdienst“ immer wieder zu Gottesdiensten in eine Kirche in Nürnberg ein, in der das jesuanische Evangelium von der Gegenwart des Reiches Gottes im Zentrum stand. Am 16. Januar 2009 ist in der Sebalduskirche in Nürnberg der erste Reich-Gottes-Gottesdienst gefeiert worden, zu dem nicht die Initiative, sondern die evangelisch-lutherische Kirche in Nürnberg eingeladen hatte. Diese Reich-Gottes-Gottesdienste finden seitdem in der Regel dreimal jährlich in der Nürnberger Jakobskirche statt.

Geplant und organisiert werden die Aktivitäten der Initiative von einem Koordinierungskreis, für besondere Projekte engagiert sich ein über den Koordinierungskreis hinausgehendes größeres Team. Die theologischen Studientagungen sind gleichzeitig die Jahrestreffen der Initiative, auf denen alle aktuellen Fragen und Anliegen gemeinsam besprochen werden.

 

Zu unserem Logo:

 

„Mit ein paar Mausklicks kann man sich das Foto auf den Monitor holen: Blue marble – blaue Murmel – nannte die NASA das klassische Bild der Erde aus dem All (http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?id=2429). Ausgenommen 1972 aus ungefähr 45.000 Kilometern Entfernung, ist es das meistreproduzierte Foto der Mediengeschichte.

Was macht das Foto ‚ikonisch‘? In einer perfekten Momentaufnahme zeigt es ‚den schönsten Stern am Firmament‘. Die Sonne steht gerade so direkt hinter dem Raumschiff, dass sie die Tagseite der Erde voll erleuchtet. Die lebenserhaltende Lufthülle der Erde wirkt transparent und hauchdünn, ihr Pflanzenkleid wie ein zarter Flaum. Nirgendwo wird ein Artefakt als Anzeichen menschlicher Existenz erkennbar. Es ist vielmehr die Biosphäre des Planeten, die ihn zu etwas ganz Besonderem macht. Der blaue Planet schwebt in der Leere des unendlichen schwarzen Alls. Sein Schwebezustand erhöht den Eindruck von traumhafter Schönheit, völliger Einsamkeit und Einzigartigkeit und – nicht zuletzt – großer Zerbrechlichkeit. Diese drei Bestimmungen kehren bei der zeitgenössischen Deutung des grandiosen Bildes immer wieder. Dieses ‚einsame, marmorierte winzige Etwas‘ aus uralten Meeren und Kontinenten, sagte ein Astronaut, sei unsere Heimat, während wir durch das Sonnensystem reisen.

Da ist das alte Wort – in neuem Glanz. In seiner modernen Fassung beschreibt es ein Gefühl, das den engen Bezug zu einem einzigen Ort, zu einer begrenzten Region, einem Nationalstaat sprengt und sich zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte auf den gesamten Planeten ausdehnt. Er ist der Ort, mit dessen Schicksal ich innig verbunden bin. In der deutschen Fassung der Erd-Charta heißt es in der Präambel völlig zurecht: Die Erde, unsere Heimat.“

Ulrich Grober (Von der Renaissance der Nahräume. Was kann „Heimat“ in Zeiten der Globalisierung [noch] sein?, in: Initiativ. Rundbrief Nr. 126 der Ökumenischen Initiative Eine Welt [ÖIEW] vom März 2010, 2-5 [2f.])

 

Unsere Rundbriefe:

 

Mai 2017

November 2016

April 2016

November 2015

April 2015

November 2014

April 2014

November 2013

März 2013

Oktober 2012

März 2012

November 2011

März 2011

November 2010

Februar 2010

September 2009

Februar 2009

Dezember 2008

1/2005

 


RSS